In der Gemeinde Fischbachau hat sich im Rathausflur etwas Ungewöhnliches getan: Aus einem einst düsteren Durchgang ist ein charmantes kleines Museum entstanden. Herzstück dieser neuen Ausstellung ist eine beeindruckende, über 100 Jahre alte Miniaturwelt, die eine historische Gebirgsmühle aus Birkenstein zeigt. Die Mühle, die zu den besonderen Schätzen der Region zählt, wurde von Heimatforscher Andreas Estner und dem Schreiner Martin Schwaiger mit viel Hingabe restauriert, um das Erbe dieser traditionsreichen Handwerkskunst zu bewahren.

Die Eigentümer der Gebirgsmühle, Kerstin und Michael Hofberger, hatten das bemerkenswerte Stück seit 2015 eingelagert. Lange Zeit fanden sie keine Verwendung dafür und erhielten immer wieder Anfragen von Sammlern und Museen. Doch die Hofbergers waren fest entschlossen, die Mühle in Fischbachau zu belassen, was sich als wahrhaftiger Glücksgriff für die Gemeinde herausstellte. Den Kontakt zwischen den Hofbergers und Schwaiger knüpfte man beim Viehhandel – ein weiteres Beispiel dafür, wie Traditionen und Menschen in dieser Region miteinander verbunden sind.

Die Restaurierung der Gebirgsmühle

Das Ziel der Restaurierung war klar: die Sicherstellung und Konservierung der Mühle, ohne deren Originalität zu verfälschen. Dabei haben die Restauratoren sorgfältig die Mühle gereinigt und lose Teile befestigt. Ludwig Birner stellte ein spezielles Glas für die Vitrine zur Verfügung, die nun zusätzlichen Schutz bietet und das einzigartige Stück für die Besucher anschaulich zur Geltung bringt. Ein zusätzlich installierter Bildschirm zeigt zudem einen sechseinhalbminütigen Film mit historischen Aufnahmen und Erklärungen zur Mühle, der das Interesse der Gäste an der Geschichte der Region fördert.

Ein kleiner nostalgischer Rückblick: Früher wurde die Gebirgsmühle auf Märkten und Volksfesten vorgeführt, um Eintrittsgelder zu generieren. Heute betont Bürgermeister Stefan Deingruber, dass die Mühle ein wertvolles Stück Fischbachauer Geschichte ist und ausdrücklich kein Eintritt verlangt wird. Die Ausstellung bleibt somit für die Allgemeinheit zugänglich und erfreut sich schon jetzt großer Beliebtheit.

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Ein Gewinn für die Gemeinschaft

Mit dieser Initiative möchte die Gemeinde nicht nur die lokale Geschichte lebendig halten, sondern auch das Interesse an der Heimat und ihren Traditionen wecken. Die Atmosphäre im Rathausflur hat sich dank dieser Ausstellung merklich aufgehellt, und die Besucher sind begeistert von der Möglichkeit, ein Stück Vergangenheit direkt vor Augen zu haben.

Es bleibt abzuwarten, wie die Ausstellung angenommen wird und ob noch weitere Stücke aus der Geschichte Fischbachaus den Weg in die Vitrine finden. Eines ist jedoch sicher: Mit solch engagierten Mitarbeitern und einer leidenschaftlichen Dorfgemeinschaft ist die Zukunft dieser kulturellen Einrichtung gesichert. Merkur berichtet, dass dies ein weiterer Schritt ist, um das kulturelle Erbe der Region lebendig zu halten.

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