Am vergangenen Wochenende fand im beschaulichen Miesbach ein ganz besonderes Ereignis statt. Ernst Fiechter, eine Institution im Technischen Hilfswerk (THW), wurde beim Sommerfest des Ortsverbands mit dem THW-Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Die Ehrung wurde von THW-Präsidentin Sabine Lackner persönlich überreicht – ein Moment, der für alle Anwesenden unvergesslich bleiben wird.

Ernst Fiechter, der 1972 dem THW Miesbach beigetreten ist, hat in den letzten 54 Jahren zahlreiche Spuren hinterlassen. Als aktives Mitglied in der Elektrogruppe des Instandsetzungszuges war er nicht nur in der Ausbildung von Hunderte von Jugendlichen tätig, sondern auch bei unzähligen Einsätzen, darunter Hochwasser und Sturmschäden sowie während der Corona-Pandemie. Sein Engagement geht weit über das Erwartbare hinaus, und es ist kein Wunder, dass viele heutige Führungskräfte des Ortsverbands aus seiner Jugendarbeit hervorgegangen sind.

Ein Vermächtnis der Jugend

Im Jahr 1988 gründete Fiechter die THW-Jugendgruppe in Miesbach und leitete diese unglaubliche 37 Jahre lang. Unter seiner Obhut haben sich viele junge Helfer zu verantwortungsbewussten und kompetenten Führungspersönlichkeiten entwickelt. Ortsbeauftragter Mathias Huber würdigte Fiechters Einfluss auf Generationen von Helfern und hob hervor, wie wichtig es ist, dass die Flamme des Ehrenamts weitergetragen wird.

Nun übergibt Fiechter die Leitung der Jugendgruppe an Maximilian Schmid und Thomas Deinhardt – zwei, die in seine Fußstapfen treten und die Tradition fortführen werden. Es ist ein bisschen wie bei einem Staffelwechsel im Sport: Die neuen „Läufer“ haben große Schuhe zu füllen, doch sie sind bestens vorbereitet.

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Die Überraschung des Festakts

Der Festakt zur Verleihung des Ehrenzeichens war für Ernst eine große Überraschung. Ehrengäste aus dem THW und der Politik waren anwesend, um diesen besonderen Moment zu feiern. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich, und es war schön zu sehen, wie viele Menschen Fiechters Lebenswerk schätzen und anerkennen. Man konnte förmlich spüren, wie viel Herzblut und Leidenschaft in all den Jahren geflossen sind – und das ist einfach nicht mit Gold aufzuwiegen.

Es ist auch bemerkenswert, dass Fiechter trotz seines Abschieds von der Jugendgruppe weiterhin als aktives Mitglied des THW fungiert. Das spricht Bände über sein Engagement und seine Liebe zum Dienst. In einer Zeit, in der die Freiwilligenarbeit oft einen schweren Stand hat, ist es ermutigend zu wissen, dass es Menschen wie Ernst gibt, die sich mit voller Hingabe für die Gemeinschaft einsetzen.

Ob es die klatschnassen Einsätze während eines Hochwassers waren oder die schweißtreibenden Stunden bei der Ausbildung – Fiechters Reise ist ein Beispiel für unermüdlichen Einsatz und die Kraft des Ehrenamts. In einer Welt, in der sich vieles verändert, bleibt der Kern des THW, die Gemeinschaft und der Zusammenhalt, stark – und das verdanken wir Menschen wie Ernst Fiechter, die diese Werte weitergeben.

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