Heute ist der 3.04.2026. In der jüngsten Sitzung des Stadtrats von Miesbach wurde eine einschneidende Entscheidung bekannt gegeben: Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU) wird sein Stadtratsmandat für die nächste Amtsperiode nicht annehmen. Diese Nachricht kam überraschend, da Braunmiller nach seiner verlorenen Stichwahl gegen Thomas Acher (SPD) ursprünglich angekündigt hatte, im Stadtrat weiterarbeiten zu wollen. Der Bürgermeister nennt persönliche Gründe für seine endgültige Entscheidung und möchte jedoch nicht näher darauf eingehen. Trotz dieser Entscheidung wird er sein Kreistagsmandat wahrnehmen, da er mit über 20.700 Stimmen aus dem gesamten Landkreis gewählt wurde. „Der Aufwand im Kreistag ist anders, und Miesbach würde sonst eine Stimme im Kreistag verlieren“, erklärt Braunmiller.
Die CSU-Fraktion im Miesbacher Stadtrat hat seine Entscheidung akzeptiert und Verständnis gezeigt, während es keine Reaktionen von anderen Fraktionen zu seiner Entscheidung gab. Braunmiller hat noch keine Entscheidung über seine berufliche Zukunft getroffen und bleibt bis zum 30. April 2026 Bürgermeister. Diese Phase wird entscheidend sein, da er sich weiterhin für die Stadt Miesbach einsetzt.
Engagement für Miesbach
Dr. Gerhard Braunmiller hat sich in seiner Amtszeit stets für wichtige Themen in der Stadt eingesetzt. Klimaschutz ist eines seiner zentralen Anliegen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen die energetische Sanierung städtischer Gebäude und die Verbesserung der Wärmeversorgung des Rathausumfeldes durch ein Wärmeverbundnetz. Darüber hinaus setzt er sich für die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und die Schaffung von Fahrradstellplätzen in Bahnhofsnähe ein. Auch die Schaffung von Pendlerparkplätzen steht auf seiner Agenda. Besonders hervorzuheben ist, dass keine Neuausweisung der Wasserschutzzone erforderlich ist, da die Wasserqualität in Miesbach hervorragend ist.
Braunmiller hat auch die Sicherung der Kinderbetreuung im Blick und plant Maßnahmen zum Hochwasserschutz für Bergham und Kleinthal. Zudem stehen Sanierungen von Schulen und die Schaffung eines Museumsdepots auf der Liste der anstehenden Projekte. Ein aktualisiertes Stadtentwicklungskonzept wird erstellt, um die Parkplatzsituation zu verbessern und die Bürger aktiv in den Entwicklungsprozess einzubeziehen. Die Förderung der Partnerschaft zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung ist ihm wichtig, weshalb Stadtwerkstätten und Stammtische zur Bürgerbeteiligung angeboten werden.
Die politische Landschaft in Miesbach
In der politischen Landschaft Miesbachs gibt es auch Veränderungen auf der Seite der SPD. Der neue Kandidat für die nächste Wahl, der seine Kindheit in der Wies verbracht hat, bringt viel Erfahrung aus der Wirtschaft mit. Er möchte sich für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt einsetzen, indem er innovative Verkehrskonzepte wie einen digitalen Rufbus „MieHam“ einführt und die Mobilität in der Region neu denkt. Ein weiteres Ziel ist die Stärkung von Familien durch eine verbesserte Kinderbetreuung und lebendige Treffpunkte in der Stadt.
Beide Parteien, CSU und SPD, setzen sich für die Weiterentwicklung Miesbachs ein, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Während Braunmiller auf Klimaschutz und Infrastruktur setzt, fokussiert sich die SPD auf soziale Themen und eine lebendige Innenstadt. Diese Unterschiede könnten in den kommenden Monaten zu spannenden Diskussionen und Entwicklungen führen, die die Zukunft der Stadt prägen werden.