In Memmingen hat sich kürzlich etwas ganz Besonderes ereignet: Dr. Carolin Rüger, eine engagierte Europaforscherin und Mitglied des Team Europe Rednerpools der Europäischen Kommission, besuchte die Stadt. Eingeladen wurde sie vom Europabüro, der Europa-Union KV Memmingen und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Bei dieser Veranstaltung sprach sie vor rund 250 Jugendlichen des Bernhard-Strigel-Gymnasiums sowie von städtischen und staatlichen Realschulen. Ein spannendes Thema, das die Jugendlichen direkt betrifft: die Einflüsse der Europäischen Union auf ihren Alltag.

Die Schüler hatten die Gelegenheit, in einen Dialog über Dinge einzutauchen, die für sie oft selbstverständlich sind—wie sauberes Trinkwasser, die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder den Datenschutz. Dabei wurde klar, dass viele Standards, die wir heute als gegeben hinnehmen, ihren Ursprung in den europäischen Regelungen haben. Dr. Rüger stellte fest, dass es wichtig ist, diese Zusammenhänge zu erkennen und zu würdigen. Sie ermutigte die jungen Menschen, ihre Stimme zu nutzen und aktiv an der Demokratie teilzunehmen, denn im 21. Jahrhundert ist Demokratie alles andere als eine Selbstverständlichkeit!

Interaktive Einblicke und engagierte Diskussionen

Besonders spannend war, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, sich interaktiv per Smartphone an der Veranstaltung zu beteiligen. Fragen zur EU konnten direkt gestellt werden, was für eine lebendige Atmosphäre sorgte. Am Vorabend fand ein Diskussionsforum statt, in dem Rüger über „Europa zwischen Alltag und Weltpolitik“ sprach. Ein Thema, das viele zum Nachdenken anregte und die politische Relevanz der EU unterstrich. Sie wies darauf hin, welche politischen und finanziellen Verluste Deutschland erleiden würde, sollte man wieder auf nationale Lösungen setzen. Ein eindringlicher Appell, den man nicht einfach ignorieren kann.

Die EU-Jugendstrategie, die auf einer Entschließung des Rates vom 26. November 2018 basiert, bietet einen Rahmen für die Beteiligung junger Menschen am demokratischen Leben. Diese Strategie, die für den Zeitraum von 2019 bis 2027 gilt, hat das Ziel, das Potenzial der Jugendpolitik in der EU voll auszuschöpfen. Die Kernbereiche der Strategie sind klar definiert: Beteiligung, Begegnung und Befähigung. Es soll sichergestellt werden, dass alle jungen Menschen die Möglichkeit haben, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

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Europäische Jugendziele und ihre Umsetzung

Im Dialog mit jungen Menschen wurden 2017 und 2018 insgesamt 11 Europäische Jugendziele entwickelt. Diese Ziele sind nicht einfach nur leere Worte, sondern sollen tatsächlich zur Verwirklichung der Vision junger Menschen beitragen. Die Strategie wird in dreijährigen Arbeitszyklen umgesetzt, wobei die Prioritäten für jeden Zyklus vom Rat und der Kommission in Arbeitsplänen festgelegt werden. Ein EU-Jugendkoordinator steht als Ansprechpartner für die EU-Kommission bereit und ist die Anlaufstelle für alle jungen Menschen, die sich einbringen möchten.

Die Überarbeitung der Europäischen Jugendziele findet im Rahmen des EU-Jugenddialogs statt, geleitet von einer Taskforce aus Jugendvertretern. Wer also denkt, dass die Zukunft der EU nicht in den Händen der Jugend liegt, der irrt sich gewaltig. Es ist eine spannende Zeit für junge Menschen, sich in die Gestaltung ihrer Zukunft einzubringen!

In Memmingen wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der EU nicht nur wichtig, sondern auch absolut notwendig ist. Die Stimmen der Jugendlichen zählen und ihre Meinungen sind gefragt. Man kann nur hoffen, dass viele der Anwesenden diese Chance ergreifen und sich aktiv am europäischen Projekt beteiligen. Denn schließlich sind sie die Zukunft Europas, und es liegt an ihnen, die Weichen für die kommenden Generationen zu stellen.

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