In der Regionalliga Bayern sind die Zeiten für den FC Memmingen derzeit turbulent. Mit 32 Punkten rangieren die Memminger auf dem 13. Platz, und die letzten sechs Spiele haben nicht den gewünschten Jubel gebracht. Vier Niederlagen stehen auf der Habenseite, und der Druck wächst, speziell vor dem bevorstehenden Aufeinandertreffen mit der SpVgg Ansbach, die sich auf dem 10. Platz mit 40 Punkten bereits gesichert hat. Das Spiel findet am Dienstagabend um 19 Uhr statt und könnte für Memmingen entscheidend sein.
Trainer Matthias Günes, der seit Winter 2024 die Zügel in der Hand hält, sieht die gegenwärtige Lage als neu und herausfordernd an. „Da liegt was an“, könnte man sagen, denn bei vier Niederlagen am Stück ist die Mannschaft gefordert, ihre Leistung zu steigern. Besonders schmerzlich ist der Ausfall von Abwehrchef David Bauer, der durch seine fünfte Gelbe Karte gesperrt ist. Doch nicht alles ist verloren: Pascal Maier kehrt nach einer Gelb-Rot-Sperre zurück und Kapitän Lukas Rietzler hat sich nach seiner Verletzung in den letzten drei Spielen deutlich steigern können. Auf seine Führungsqualitäten könnte im Saisonendspurt besonders viel ankommen.
Der Alles oder Nichts-Moment
„Ein Klassenerhalt könnte durch Rückkehr in die Erfolgsspur gesichert werden“, so die Einschätzung von Günes. Es folgen noch zwei weitere Spiele: Zuerst der SV Wacker Burghausen am Freitag und dann am Dienstag das Duell gegen den TSV Schwaben Augsburg. Die Fans hoffen, dass das Team die entscheidenden Punkte holen kann.
Für die SpVgg Ansbach steht das Duell ebenfalls unter besonderen Vorzeichen. Trainer Niklas Reutelhuber bekräftigte, dass sein Team „noch eine Rechnung offen“ habe, insbesondere nach dem 2:2-Unentschieden im Hinspiel, wo Memmingen in der Schlussphase das Ruder herumgerissen hat. Zudem könnte der Blick zurück auf die bisherige Bilanz gegen Memmingen für etwas Aufregung sorgen: Ansbach ist in der Regionalliga gegen die Memminger noch sieglos.
Vorfall im Hinspiel und seine Folgen
Ein besonders dunkles Kapitel bleibt der Rassismus-Vorfall, der im Hinspiel für Schlagzeilen sorgte. Ein Memminger Zuschauer beleidigte einen Ansbacher Spieler mit Affenlauten, ein Vorfall, der nicht nur die Gemüter erhitzte, sondern auch bei vielen Fans nachhallt. Auch wenn der Täter nicht ermittelt werden konnte, bleibt die Erinnerung an diesen Vorfall in den Köpfen der Spieler und Anhänger.
Mit Spannung und Hoffnung auf eine Wende blicken die Zuschauer auf das kommende Spiel. Hoffentlich bringt der FC Memmingen die Wende, die nötig ist, um den Klassenerhalt zu sichern. Bleibt abzuwarten, ob sie am Dienstag das Blatt wenden können, oder ob Ansbach die Rechnung begleichen wird. Fupa berichtet, dass die Situation sowohl für Memmingen als auch für Ansbach brisant und bedeutend ist.