Ein spannendes Eishockeyspiel fand am Sonntagabend in der ALPHA COOLING-Arena in Memmingen statt, das für die Tölzer Löwen leider in einem bitteren 5:7 endete. Die rund 1714 Zuschauer wurden Zeugen eines echten Krimis auf dem Eis, bei dem die Gastgeber vom ECDC Memmingen wichtige drei Punkte im Kampf um die oberen Tabellenränge sicherten. Die Partie zeichnete sich durch häufige Führungswechsel und spannende Spielzüge aus, aber die Löwen mussten am Ende den Kopf hängen lassen.

Bereits nach nur 27 Sekunden hatten die Löwen ihre erste Überzahlchance, doch die Freude währte nicht lange. Felix Brassard schockte die Tölzer mit einem Shorthander in der 3. Minute und brachte die Indians in Führung. Edgars Homjakovs ließ in der 7. Minute die Zuschauer erneut jubeln, bevor Dominik Meisinger in der 9. Minute das 3:0 für die Gastgeber erzielte. Die Löwen hatten in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen, insbesondere Matthias Bittner im Tor konnte einige Versuch der Memminger erst spät abwehren.

Wendepunkt im zweiten Drittel

Im zweiten Drittel legten die Memminger weiter vor und meinten es ernst. Dominik Meisinger erzielte in der 25. Minute seinen zweiten Treffer und baute die Führung auf 4:0 aus, was die Löwen vor große Herausforderungen stellte. Doch Ludwig Nirschl war nicht bereit, aufzugeben und verkürzte in der 27. Minute auf 4:1. Sandro Schönberger erzielte nur zehn Minuten später das 4:2 und gab den Löwen wieder Hoffnung.

Das letzte Drittel begann furios für Memmingen, als Markus Lillich in der 41. Minute das 5:2 markierte. Doch die Antwort der Löwen kam prompt. Alex Grossrubatscher erzielte zum 5:3 in der 42. Minute, und Christoph Fischhaber verkürzte noch einmal auf 5:4 in der 46. Minute. Bei den Tölzern war der Kampfgeist ungebrochen, und sie schafften es, den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis zu nehmen.

Drama in der Schlussminute

Die dramatische Wendung des Spiels ereignete sich in der letzten Minute. Ludwig Nirschl verwandelte einen Penalty und besorgte den Ausgleich zum 5:5 in der 59. Minute. Doch kaum hatte die Euphorie der Löwen Fuß gefasst, konterte Felix Brassard in der 60. Minute für Memmingen und machte das 6:5. Denis Fominych setzte das I-Tüpfelchen mit dem 7:5 ins leere Tor der Löwen und besiegelte damit die Niederlage.

Das Spiel war nicht nur ein Schocker für die Tölzer Löwen, die sich durch 12 Strafminuten in Schwierigkeiten brachten, sondern zeigte auch, dass die Memminger mit einer robusten Leistung und einem geschickten Offensivspiel auftrumpften. Die nächsten Herausforderungen warten bereits auf die Lions, die kommende Woche gegen Passau und Erding antreten müssen, während Memmingen weiterhin in der Spitzengruppe mitmischt. Die Fans können sich auf weitere spannende Spiele freuen, denn wie wir alle wissen, Eishockey ist ein kraftvoller Sport, der immer für Überraschungen gut ist – und so bleibt der Geduld stets auf der letzten Minute gefordert.