Am Wochenende vom 24. bis 25. April 2026 fand im malerischen Spessartwald westlich von Neustadt am Main eine Großübung der Kreisbrandinspektion Main-Spessart statt. Rund 400 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, Führungsgruppe Katastrophenschutz, BRK, THW, Polizei und viele weitere Stellen, kamen zusammen, um sich auf die Herausforderungen bei einem ausgedehnten Waldbrand vorzubereiten. Diese Übung, unterstützt durch ein Hilfeleistungskontingent aus der Oberpfalz, wurde mit viel Engagement und Teamgeist durchgeführt.
Die erste Alarmierung erfolgte bereits am Samstagmorgen um 07:08 Uhr. Die Kräfte aus der Oberpfalz hatten bereits am Freitagabend ihr Nachtquartier in der Main-Spessart-Halle eingerichtet. Um den Teamgeist zu stärken und sich auf die bevorstehenden Aufgaben einzustimmen, fand in der Feuerwache Marktheidenfeld ein gemeinsamer Kameradschaftsabend statt. Hier wurde nicht nur der Ernst der Lage besprochen, sondern auch das Miteinander gefestigt.
Herausforderungen im Einsatz
Die Übung stellte die Teilnehmer vor einige Herausforderungen, die bei Vegetations- und Waldbränden typisch sind: Das schwierige Gelände, lange Anfahrtswege und begrenzte Wasserentnahmestellen erforderten hohe körperliche Belastung und einen großen Koordinationsbedarf. Zentrale Aufgabenbereiche umfassten die Lageerkundung, den Aufbau und Betrieb von Einsatzabschnitten sowie die Kommunikation und Löschwasserversorgung. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde eine rund vier Kilometer lange Schlauchstrecke mit einem Höhenunterschied von etwa 240 Metern aus dem Main verlegt.
Die Koordination der Übung geschah im IAZ-Marktheidenfeld, wo die Informationsauswertung, die Bewegungen der Kräfte und die Maßnahmenkoordination zentral organisiert wurden. Trotz der gut funktionierenden Abläufe gab es auch Herausforderungen, die nun in einer Nachbesprechung ausgewertet werden müssen. Leider wurden während der Übung zwei Feuerwehrfahrzeuge beschädigt, was die Komplexität der Szenarien unterstrich.
Öffentlichkeitsarbeit und Abschluss der Übung
Die Öffentlichkeitsarbeit wurde durch den Kreisfeuerwehrverband aktiv unterstützt. Ein Liveblog sowie Beiträge auf der Website und in den sozialen Medien sorgten dafür, dass über 250.000 Nutzer auf Instagram und mehr als 4.000 Nutzer im Liveblog während der Übung informiert wurden. Die Veranstaltung endete am frühen Nachmittag mit einer Nachbesprechung in Lohr, bei der die Erfahrungen gesammelt und reflektiert wurden.
Für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgte das BRK mit einem frisch gekochten Mittagessen. Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den Einsatzkräften und Unterstützern, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Auch die Gemeinden, die das Waldgebiet und die Löschwasserversorgung zur Verfügung stellten, erhielten ein großes Dankeschön. Zudem unterstützte die Brauerei Martinsbräu die Übung mit kostenfreien Brauereigarnituren und Getränken, was zur guten Stimmung und dem Zusammenhalt beitrug.
Insgesamt war die Großübung im Spessartwald ein voller Erfolg und bot den Einsatzkräften die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter realistischen Bedingungen zu erproben und auszubauen. Solche Übungen sind unerlässlich, um im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region zu gewährleisten.