Agroforst-Systeme stehen im Mittelpunkt der Diskussion um eine nachhaltige Landwirtschaft im Landkreis Main-Spessart. Diese innovative Praxis verbindet landwirtschaftliche Flächen mit Gehölzen und bietet zahlreiche Vorteile, wie die Verbesserung des Mikroklimas, den Schutz der Böden und die Erhöhung der Biodiversität. mainpost.de berichtet über die positive Rolle dieser Systeme, die für die Klimaanpassung in unserer Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Eine Exkursion, organisiert vom Regionalmanagement Main-Spessart in Zusammenarbeit mit dem AELF Karlstadt und der Kreisgruppe Main-Spessart des Bayerischen Bauernverbands, bietet Landbewirtschaftern und Interessierten die Möglichkeit, diese Systeme aus erster Hand kennenzulernen. Am Freitag, den 19. Juni, geht es um 8.45 Uhr in Karlstadt los. Teilnehmer*innen können zwei landwirtschaftliche Betriebe besuchen und sich über unterschiedliche Baumanordnungen, wie Windschutzhecken oder Obstbäume, informieren. Die Rückkehr ist für 15.45 Uhr geplant. Die Teilnahme ist kostenlos und umfasst auch eine Busfahrt sowie einen Mittagsimbiss. Eine Anmeldung bis zum 8. Juni ist erforderlich, die Details dazu finden Sie hier.

Die dringende Notwendigkeit von Agroforst-Systemen

Der internationale Tag des Baumes am 25. April erinnert uns daran, wie wichtig Bäume für unseren Wasserhaushalt und die Stoffkreisläufe in der Landwirtschaft sind. Das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) verdeutlicht die Vorteile von Agroforstsystemen. Diese integrieren Gehölze in die landwirtschaftliche Nutzung und fördern unter anderem die Biodiversität, den Bodenschutz und die Wasserhaltefähigkeit. Zudem helfen sie, Hitzestress zu reduzieren und die Landschaft durch Verdunstung zu kühlen. Auch zusätzliche Einkommensquellen und eine breitere Produktionspalette sind Argumente, die für Agroforst sprechen. abl-ev.de hebt hervor, dass klare gesetzliche Rahmenbedingungen notwendig sind, um die Integration von Bäumen in die Landwirtschaft zu erleichtern.

Andrea Vogel, Sprecherin der AG Agroforst, betont die Dringlichkeit, Maßnahmen gegen die Wasserknappheit in Deutschland zu ergreifen. Daten zeigen einen signifikanten Wasserverlust seit der Jahrtausendwende. Ihre Forderungen sind klar: Rechtliche Absicherung von Agroforstsystemen, verlässliche Förderungen sowie Unterstützung bei der Beratung und Ausbildung sollten auf die politische Agenda. Außerdem wird eine Förderung von Weidehaltung unter Gehölzen und gemeinwohlorientierte Pachtmodelle als vorteilhaft angesehen.

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In Zeiten der Klimakrise ist es an der Zeit, dass auch der Landwirtschaftssektor innovative Lösungen sucht, die nicht nur der Umwelt zugutekommen, sondern auch die Betriebe wirtschaftlich stärken. Agroforst hat das Potenzial, zu einer Schlüsseltechnik für die Zukunft der Landwirtschaft zu werden.

Für weitere Informationen zur Exkursion und zu Agroforstsystemen können Sie das Regionalmanagement Landkreis Main-Spessart kontaktieren: Tel. (09353) 793-1775 oder per E-Mail unter regionalmanagement@lramsp.de.

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