Heute ist der 19.05.2026 und wir schauen auf einen ungewöhnlichen Vorfall in der malerischen Stadt Lindau am Bodensee zurück. Montagnachmittag, das Wetter war schön, die Sonne schien über die Friedrichshafener Straße, als ein 87-jähriger Autofahrer etwas zu viel Schwung in seine Parkplatzmanöver legte. Der gute Mann wollte einfach nur auf einen Parkplatz fahren, aber das Schicksal – oder vielleicht einfach ein Missverständnis zwischen Fuß und Pedal – führte zu einem kleinen Chaos.

Der ältere Herr stieß zunächst gegen einen Fahrradständer und verbog diesen mit einem ordentlichen Bumm. Doch das war erst der Anfang. Beim Rückwärtsfahren – und hier wird’s etwas knifflig – verwechselt er Gas und Bremse. Ja, das kann passieren, besonders wenn man nicht mehr ganz so fit ist. Plötzlich rollte das Auto unkontrolliert auf die Straße und streifte ein vorbeifahrendes Auto. Und als ob das nicht genug wäre, prallte das Fahrzeug gegen einen Baum auf einer Verkehrsinsel. Ein echter Schreckmoment, aber zum Glück gab es keine Verletzten. Der Sachschaden wird auf rund 8000 Euro geschätzt. Das ist nicht gerade ein Pappenstiel, aber in Anbetracht der Umstände könnte es schlimmer sein.

Ein Blick auf die Statistiken

Es ist nicht das erste Mal, dass wir von solchen Vorfällen hören. Laut einer Studie aus 2023 sind Autofahrer im Seniorenalter zwar selten in Unfälle verwickelt, doch wenn es zu einem Unfall kommt, sind sie oft die Verursacher. Über 65-Jährige waren in 68 Prozent der Fälle die Hauptverursacher von Verkehrsunfällen. Bei den über 75-Jährigen lag dieser Anteil sogar bei 76 Prozent. Das klingt zunächst erschreckend, aber es zeigt auch, dass ältere Menschen insgesamt seltener am Straßenverkehr teilnehmen – vermutlich, weil sie es ruhiger angehen lassen. Es gibt einfach weniger Gelegenheiten, in einen Unfall verwickelt zu werden.

Doch trotz der geringeren Unfallbeteiligung ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass ältere Autofahrer manchmal Schwierigkeiten bei der Vorfahrt oder beim Abbiegen haben. Sie neigen dazu, Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren zu machen. Das kann fatale Folgen haben, wie wir in Lindau gesehen haben. Im Kontrast dazu stehen die jüngeren Fahrer, die häufig wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Alkohol am Steuer in Unfälle verwickelt sind. Eine interessante und leider auch traurige Dynamik im Straßenverkehr.

Lindau und seine Besonderheiten

Lindau selbst hat mit seinen 25.845 Einwohnern (Stand: 31.12.2024) und einer Fläche von 33,06 Quadratkilometern so einiges zu bieten. Die Stadt liegt malerisch 401 Meter über dem Meeresspiegel und hat einige bekannte Einrichtungen wie den Lindauer Hafen, die Lindauer Insel und die Altstadt, die es wert sind, erkundet zu werden. Bekannte Feste, wie die Hafenweihnacht oder das Kinderfest, ziehen Besucher aus nah und fern an. Und wenn man mal nicht mit dem Auto fährt, gibt’s immer die Möglichkeit, die Stadt mit dem Fahrrad zu entdecken – vielleicht besser, als sich in Parkplatz-Abenteuer zu stürzen.

Die Bürgermeisterin Dr. Claudia Alfons (parteilos) hat sicherlich auch ein Auge auf solche Vorfälle, denn sie möchte, dass Lindau weiterhin ein sicherer Ort bleibt, in dem jeder die Schönheit der Region genießen kann. Und während wir über diesen kleinen Unfall nachdenken, bleibt zu hoffen, dass die Autofahrer, egal ob jung oder alt, immer ein wenig mehr Vorsicht walten lassen. Denn letztlich ist es das Miteinander auf unseren Straßen, das zählt.