Am 10. Juni 2026 trafen sich Vertreter des Bayerischen Bauernverbands (BBV) Oberfranken und mehrere Öko-Modellregionen zu einem wichtigen Austausch. In einem konstruktiven Gespräch, das am Standort Forchheim stattfand, standen Schlüsselthemen wie die Regionalität in der Lebensmittelproduktion und die Förderung ökologischer Landwirtschaft auf der Agenda. Hermann Greif, Präsident des BBV Oberfranken, und weitere Teilnehmer wie Reinhard Friedrich und Martin Gebhardt erörterten die Herausforderungen und Chancen der Bio-Betriebe, insbesondere in der Milchviehhaltung, die durch Weidehaltung zahlreiche Hürden zu meistern hat. Der jüngste Wechsel der Zuständigkeit für den ökologischen Landbau auf Joachim Benda wurde dabei ebenfalls angesprochen.

Ein zentrales Anliegen des Treffens war die Unterstützung von regionalen Betrieben. Die Öko-Modellregion Coburg Stadt und Land kann derzeit Kleinprojektförderungen, bereitgestellt vom Programm BioRegio 2030, vergeben. Diese Förderung hilft kleinen Betrieben bei wesentlichen Entwicklungsschritten. Trotz der bisherigen Budgetbeschränkungen in anderen Regionen unterstrich das Treffen die Notwendigkeit, die Fördermöglichkeiten im kommenden Jahr breiter bekannt zu machen. Auf diese Weise könnte man die Praktiken der ökologischen Landwirtschaft weiter vorantreiben.

Stärkung der Ökologischen Landwirtschaft

Die bayerische Landwirtschaft profitiert zunehmend von der ökologischen Landwirtschaft, die eine immer wichtigere Rolle spielt. LFL Bayern berichtet, dass im Jahr 2025 ganze 10.700 Betriebe in Bayern nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus wirtschafteten, was rund 10,9 % aller Betriebe ausmacht. Diese Mauer hat in den letzten Jahren zwar stagnierte, jedoch bewirtschaften die Öko-Betriebe mittlerweile über 417.500 Hektar, was etwa 13,4 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche entspricht.

In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe um 69 %, was zeigt, dass dort ein guter Trend zu erkennen ist. Dennoch variiert der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen stark zwischen den Regionen. In besonders ertragreichen Ackerbauregionen ist dieser Anteil im niedrigen einstelligen Bereich, während in manch Grünlandgebieten sogar bis zu 39 % erreicht werden. Um den ökologischen Landbau jedoch weiter zu stärken, sind neue Initiativen wie BioRegio 2030 notwendig.

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Die Vision für die Zukunft

Die Initiative „BioRegio Bayern 2030“, die von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in Bayern bis 2030 auf 30 % zu erhöhen. Grundlage dieser Entwicklung ist unter anderem das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das für ein neues bayerisches Naturschutzgesetz steht. LVOE hebt hervor, dass dafür bewährte Maßnahmen weitergeführt und gleichzeitig neue Bausteine entwickelt werden, um die Rahmenbedingungen für die Öko-Landwirtschaft zu verbessern.

Diese Initiative will die ökologischen Betriebe unterstützen und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln aus der Region steigern. Unterdessen setzten die Besprechungen zwischen den Öko-Modellregionen und dem BBV Oberfranken Impulse für eine gemeinsame Bildungsarbeit im ländlichen Raum, was auch sofortige Auswirkungen auf die Ausbildungsinfrastruktur haben könnte.

Insgesamt zeigt die Diskussion auf, dass der bayerische Agrarsektor aktiv an der Verbesserung ökologischer Standards arbeitet und somit einen wertvollen Beitrag zur zukünftigen Lebensmittelerzeugung leistet.

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