Neues Leben für das alte Pfarrhaus: Lichtenfels plant große Sanierungsschritte
In Lichtenfels tut sich was! Die Stadt hat das alte Pfarrhaus in Goddelsheim, einst im Besitz der Evangelischen Kirche, gekauft. Ein Schritt, der auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Immobilienkauf aussieht, doch bei näherem Hinsehen wird klar, dass hier jede Menge Arbeit auf die Stadt wartet. Das Pfarrhaus ist nicht allein – es ist mit einem Gemeindehaus und einem Kindergarten verbunden und gilt als Sonderbau. Das bedeutet, dass die Auflagen für die Sanierung strenger sind und damit die Kosten in die Höhe schnellen können.
Die Bauamtsleiterin Tabea Schüttler hat bereits die Lichtenfelser Ausschüsse über die Herausforderungen in der Sanierung informiert. Die Liste der Mängel ist beachtlich: gebrochene Deckenbalken, marode Fenster, eine kaputte Heizung und eine Dachabdichtung, die dringend erneuert werden muss. Das klingt alles andere als einfach, vor allem, weil eine neue Prüfung durch einen Statiker erforderlich ist. Man fragt sich, wie viel Geld die Stadt in die Hand nehmen muss, um dieses Schmuckstück wieder auf Vordermann zu bringen.
Sanierungsbedarf und kreative Lösungen
Eine mögliche Lösung, um die Kosten etwas zu drücken, könnte eine Realteilung sein. Dabei würde das Pfarrhaus vom restlichen Gebäudekomplex getrennt und durch den Abriss eines Zwischenbaus, der die Teeküche und die Pfarrhausküche beherbergt, Platz geschaffen werden. Wie gesagt, Kreativität ist gefragt! Nach dieser Trennung könnte das Pfarrhaus dann als freistehendes Haus verkauft werden. Das klingt fast wie ein Plan, der auf das nächste große Projekt wartet. Mit einer Wohnfläche von 188 Quadratmetern und einem 1062 Quadratmeter großen Grundstück mit Garten hat das Pfarrhaus durchaus Potenzial.
Doch es bleibt spannend: Das Obergeschoss kann momentan nicht vermietet werden, weil ein Deckenbalkenbruch vorliegt. Das Untergeschoss hingegen ist bereits an die Diakonie und die Jugendarbeit vermietet. Eine neue Lösung für die Mieter wird derzeit gesucht – hier sind die Stadt und die Diakonie gefordert. Die neue Heizung, die für alle drei Gebäude ausgelegt ist, könnte als kleines Wärmenetz dienen und bietet somit eine umweltfreundliche Perspektive. Aber wie so oft, gibt es ein Aber: Nach hessischem Baurecht muss zwischen den Gebäuden ein Platz von fünf Metern bestehen, und der ist hier einfach nicht gegeben. Ein weiteres Hindernis, das erst einmal überwunden werden muss!
Ein Ausblick auf die Zukunft
Die Stadt hat bereits Pläne, beim Fachdienst Bauen um eine Ausnahmeregelung zu bitten. Das ist eine wichtige Entscheidung, die nicht nur über die Zukunft des Pfarrhauses, sondern auch über die Entwicklung des gesamten Areals entscheiden könnte. Und so bleibt die Frage: Wie wird sich das Pfarrhaus in den kommenden Monaten entwickeln? Wird es zum Mittelpunkt eines neuen Gemeinschaftsprojekts oder bleibt es vorerst nur ein sanierungsbedürftiger Bau? Die kommenden Monate versprechen jedenfalls spannend zu werden – nicht nur für die Stadtverwaltung, sondern auch für die Bürger von Lichtenfels, die auf eine positive Wende hoffen.
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