Am Sonntag, den 5. Juli 2026, um 17.00 Uhr, findet in Klosterlangheim ein ganz besonderer Gottesdienst statt. Der Ort könnte kaum passender sein: beim ehemaligen Prioratsbau gegenüber dem Museum, wo die Geschichte der Abtei lebendig wird. Bei schönem Wetter wird die Feier sogar im Freien abgehalten – ein himmlisches Ambiente, das die Herzen öffnet. Das Motto des Gottesdienstes, „Porta patet, cor magis – Die Tür ist offen, das Herz noch mehr“, lädt dazu ein, über die Weite des Glaubens und die Offenheit für neue Impulse nachzudenken.

Vorsteher des Gottesdienstes ist ein ehemaliger Kaplan von Lichtenfels, der von 1982 bis 1986 in dieser Region wirkte. Sein tiefes Verständnis für die Gemeinschaft wird sicher spürbar sein. Das Kirchenprojekt „Laudato si“, das seit zwei Jahren durch das Diözesangebiet wandert, hat sich zum Ziel gesetzt, eine Kirche darzustellen, die „hin zu den Menschen geht“. Diese Idee ist nicht nur modern, sondern auch notwendig, besonders in Zeiten, in denen viele Menschen das Gefühl haben, von der Kirche nicht mehr erreicht zu werden.

Ein Gottesdienst mit tieferer Bedeutung

Die Themen, die an diesem Tag behandelt werden, sind eng mit der Geschichte der Abtei und der Zisterzienser-Mystik verwoben. Man darf sich auf spirituelle Impulse freuen, die zum Nachdenken anregen. Gesungen werden einfache Lieder – Verse aus der Communaut’e de Taize, Gregorianik und auch neue geistliche Lieder, die sicher die Herzen der Anwesenden berühren werden. Das klingt nach einem Abend voller Gemeinschaft und Besinnung.

Doch der Gottesdienst hat auch einen praktischen Aspekt: Die Kollekte ist für ein Hilfsprojekt der Englischen Fräulein – Congregatio Jesu gedacht. Hierbei werden Medikamente für ausgebombte Familien und die Versorgung ukrainischer Frontsoldaten unterstützt. Auch die psychosoziale Betreuung für traumatisierte ukrainische Soldaten und Zivilisten steht im Fokus. Ein sehr aktuelles und wichtiges Anliegen, das uns alle betrifft.

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„Laudato si“ und die Welt im Wandel

Das Projekt „Laudato si“ hat seinen Ursprung in der zweiten Enzyklika von Papst Franziskus, die zu Pfingsten 2015 veröffentlicht wurde. Diese Enzyklika thematisiert die dramatische Situation der Menschheit und der Erde. Klimawandel, Zerstörung der Natur und zunehmende Ungerechtigkeiten stehen im Mittelpunkt. Der Papst ruft uns alle zum Handeln auf, und viele Menschen weltweit, insbesondere in Südamerika, Afrika und Südeuropa, haben diesen Aufruf bereits befolgt.

Das LS-Netzwerk hat sich zur Aufgabe gemacht, „Laudato si“ im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen und engagierte Personen sowie Gruppen zu vernetzen. Ihr Ziel ist es, die geforderte „Ganzheitliche Ökologie“ zu fördern und Inspirationen sowie Materialien bereitzustellen. Es ist eine Herausforderung, der wir uns gemeinsam stellen müssen.

Gemütliches Beisammensein nach der Messe

Nach dem Gottesdienst wird es die Gelegenheit geben, sich bei Bratwurst und „zisterzienserischen Getränken“ auszutauschen. Das klingt nach einem perfekten Abschluss eines bewegenden Nachmittags. Man könnte fast sagen, dass die geselligen Momente nach der Messe ebenso wichtig sind wie die spirituellen. Wer weiß, vielleicht finden sich hier neue Freundschaften oder es entstehen interessante Gespräche über die Themen des Tages.

Also, merkt euch den Termin vor! Klosterlangheim wird an diesem Sonntag nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Treffpunkt für alle, die sich für die Herausforderungen unserer Zeit interessieren und sich gemeinsam für eine bessere Zukunft einsetzen möchten.

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