Früher zur Schule: Lichtenfels macht den ersten Schritt für einen besseren Start ins Schulleben
In Lichtenfels tut sich was! Die Schuleingangsuntersuchung, der erste Schritt auf dem aufregenden Weg zur Schule, wird künftig ein Jahr früher stattfinden. Ja, richtig gehört! Ab Juli 2026 dürfen Kinder, die zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 30. September 2021 geboren wurden, zur reformierten Schuleingangsuntersuchung (rSEU) eingeladen werden. Das Ganze passiert jetzt zwischen 24 und 12 Monaten vor dem Schuleintritt – ein großer Sprung im Vergleich zu den bisherigen Fristen, die gerade mal 12 bis 3 Monate vor Schulbeginn lagen. Und das ist auch gut so! Denn je früher man Entwicklungsverzögerungen erkennt, desto besser kann man handeln.
Die rSEU zielt darauf ab, Hilfen für den Übergang vom Kindergarten zur Schule zu identifizieren. Das ist besonders wichtig, denn laut Statistik hat etwa jedes achte Schulkind in Deutschland schulrelevante Teilleistungsstörungen. Die Überprüfung von Rechenvorläuferfähigkeiten, visueller Wahrnehmung und Grobmotorik stehen dabei auf dem Prüfstand. Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren werden zur Untersuchung eingeladen – ein entscheidender Zeitpunkt, um ihnen den bestmöglichen Start ins Schulleben zu ermöglichen.
Vorteile der Reform
Die reformierte Schuleingangsuntersuchung (rSEU) ist das Ergebnis eines Pilotprojekts, das von 2015 bis 2018 in mehreren Landkreisen und Städten getestet wurde. Die positiven Rückmeldungen haben zum Entschluss geführt, die rSEU flächendeckend einzuführen. Bis 2027 soll sie in ganz Bayern zur Norm werden. Was genau hat sich geändert? Nun, der Zeitpunkt der Untersuchung wurde vorgezogen und die Testbereiche wurden erweitert. So können nicht nur grundlegende Fähigkeiten, sondern auch gesundheitliche Beeinträchtigungen frühzeitig erkannt werden – schließlich ist Prävention das A und O!
Die Teilnahme an der rSEU ist gesetzlich vorgeschrieben. Das bedeutet, dass Eltern rechtzeitig vom Gesundheitsamt informiert werden, damit sie alle notwendigen Unterlagen wie das Gelbe Heft oder ärztliche Bescheinigungen parat haben. Hierbei ist auch der Anamnesebogen wichtig, den sie ausfüllen müssen. Und keine Sorge, die Untersuchung selbst wird von Fachkräften der Sozialmedizin durchgeführt, die alles im Blick haben. Sie erfassen nicht nur Gewicht, Größe und Impfstatus, sondern prüfen auch Seh- und Hörvermögen sowie die sprachlichen Fähigkeiten der kleinen Prüflinge.
Ein Blick in die Zukunft
Die Ergebnisse der rSEU werden in einem Mitteilungsbogen festgehalten, der für die Schuleinschreibung benötigt wird. Das ist wichtig, denn die Einschulungszeit und das Einschulungsalter bleiben unverändert. Kinder, die zwischen dem 1. Juli und 30. September sechs Jahre alt werden, haben die Möglichkeit, die Einschulung um ein Jahr zu verschieben. Aber auch hier gilt: Die Teilnahme an der rSEU ist ein Muss!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die reformierte Schuleingangsuntersuchung ein Schritt in die richtige Richtung ist. Sie stellt sicher, dass kein Kind zurückgelassen wird und dass alle die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Die Freude und Aufregung, die mit dem ersten Schultag einhergehen, sollten nicht durch unentdeckte Entwicklungsverzögerungen getrübt werden.
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