Heute ist der 25.06.2026 und in Lichtenfels, wo die Luft nach frischem Gras und Abenteuer riecht, bereitet sich Martin Pietschmann auf den Franken-Bike-Marathon vor. Mit seinen 55 Jahren könnte man meinen, er wäre ein erfahrener Veteran in der Radsportszene. Doch Martin hebt sich von der Masse ab – er schwingt sich auf sein klassisches Mountainbike mit Stahlrahmen, während andere auf die neuesten Carbon-Wunderwerke setzen. Irgendwie hat er diesen unerschütterlichen Glauben an die „guten alten Zeiten“ und an die bewährte Technik. Es ist fast schon nostalgisch, wenn man sieht, wie er sich durch die Trails wühlt, ohne sich von modernen Spielereien ablenken zu lassen.

Sein Fahrrad ist ein Stück Geschichte, das er selbst liebevoll pflegt. Es hat Kratzer, die Geschichten erzählen, und eine Patina, die für unzählige Abenteuer steht. „Mit einem Stahlrahmen fühlt man einfach die Straße – oder in diesem Fall die Trails“, sagt er lächelnd. Und während die anderen Radfahrer sich auf ihre Computer und Sensoren verlassen, genießt Martin die Freiheit des Ungeplanten, das Auf und Ab der Strecke, das Knirschen der Reifen im Schotter.

Ein echter Enthusiast

Bei so viel Leidenschaft für das Mountainbiken kann man sich nur fragen: Was treibt ihn an? „Es geht nicht nur um die Geschwindigkeit oder die Technik“, erklärt er. „Es ist die Verbindung zur Natur, das Gefühl von Freiheit.“ Wenn er über die Trails fährt, spürt er den Wind in den Haaren, den Adrenalinkick, der durch seine Adern pulsiert. Das ist die Magie des Radfahrens für ihn. Der Weg ist sein Ziel, und das Lächeln, das ihm beim Fahren über das Gesicht huscht, spricht Bände.

Es ist erstaunlich, wie er trotz der Herausforderungen des Alters und der körperlichen Anstrengung immer wieder auf das Rad steigt. „Ich hab noch viele Jahre vor mir“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Dabei schwingt auch ein bisschen der Stolz mit, der ihm zusichert, dass er nicht nur für sich selbst fährt, sondern auch für die Generationen, die nach ihm kommen. Er möchte zeigen, dass das Radfahren eine Lebensart ist, die keine Altersgrenzen kennt.

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Ein Vorbild für die Jüngeren

Die jungen Radfahrer, die sich am Start versammeln, schauen oft zu ihm auf. Martin ist nicht nur ein Teilnehmer, sondern ein Mentor – jemand, der die Liebe zum Sport und zur Natur weitergibt. „Es ist wichtig, dass wir die Jungen mit in die Natur nehmen“, meint er ernst. „Sie müssen spüren, was es heißt, draußen zu sein, die frische Luft einzuatmen und die Welt auf zwei Rädern zu erkunden.“ Seine Begeisterung ist ansteckend und zieht viele an. Schließlich, so sagt er, ist das Radfahren nicht nur ein Sport, sondern auch eine Lebenseinstellung. Und wenn man mit einem alten Stahlrahmen über Stock und Stein flitzt, wird das ganz klar.

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