Heute ist der 15. Mai 2026 und in Lichtenfels wird ein ganz besonderer Mann verabschiedet: Kreisbrandmeister Matthias Müller. Ein Abschied, der mit gemischten Gefühlen gefeiert wird! Da ist einerseits die Freude über seinen neuen Posten als erster Bürgermeister, andererseits die Traurigkeit, einen so engagierten Feuerwehrmann aus der aktiven Rolle der Kreisbrandinspektion zu verlieren. Landrat Christian Meißner betont, wie selten und bedeutend es ist, dass ein Kreisbrandmeister in die Rolle des Bürgermeisters wechselt. Das passiert nicht alle Tage!
Matthias Müller ist ein echtes Urgestein in der Feuerwehrszene. Am 1. Januar 1988 trat er der Freiwilligen Feuerwehr Wohnsig bei. Nach ein paar Jahren, genauer gesagt von Februar 1994 bis März 2008, hatte er sogar das Kommando in Wohnsig inne. Und das war noch lange nicht alles. 1998 wurde er zum Gebietskreisbrandmeister für die Stadt Weismain ernannt. Ein beachtlicher Werdegang, der von unermüdlichem Einsatz und vielen Lehrgängen geprägt ist. Müller hat sich als „Leiter einer Feuerwehr“, Zugführer und Verbandsführer weitergebildet und dabei stets die Ausbildung junger Maschinisten im Blick gehabt. Kreisbrandrat Thilo Kraus hob gerade diese Verdienste hervor, was wohl auch nicht jedem Feuerwehrmann zuteil wird. Ein ganz großes Dankeschön gebührt ihm auch für die über 20 Jahre, die er seine Expertise in der Kreisbrandinspektion eingebracht hat.
Ein Leben für die Feuerwehr
Sein Engagement blieb nicht unbemerkt: 2015 erhielt Müller das Steckkreuz des Feuerwehr-Ehrenzeichens für seine besonderen Verdienste. Das ist eine Auszeichnung, die nicht jeder bekommt und die zeigt, wie wichtig seine Arbeit für die Gemeinschaft war. Es ist fast so, als wäre er das Herzstück der Feuerwehr in der Region gewesen – und das wird auf jeden Fall eine große Lücke hinterlassen.
Eine neue Ära beginnt mit Christian Kunstmann, der ab dem 1. Mai 2026 der neue Gebietskreisbrandmeister für Weismain sein wird. Als frischgebackenes Mitglied der Kreisbrandinspektion seit Januar 2025 bringt er frischen Wind mit, nachdem er viereinhalb Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weismain war. Landrat Meißner und Kreisbrandrat Kraus wünschen ihm viel Erfolg in seiner neuen Rolle – und wir dürfen gespannt sein, wie er die Traditionen fortführt und vielleicht auch neue Akzente setzt.
Ein Blick in die Zukunft
Der Wechsel von Matthias Müller markiert einen wichtigen Moment nicht nur für die Feuerwehr, sondern auch für die Gemeinde. Es ist eine Gelegenheit für frische Ideen und neue Perspektiven. Gerade in Zeiten, in denen die Herausforderungen für Feuerwehren vielfältiger denn je sind, ist es wichtig, starke Führungspersönlichkeiten an der Spitze zu haben. Vielleicht wird die neue Rolle des Kreisbrandmeisters auch für Kunstmann eine Plattform, um innovative Ansätze zu entwickeln.
Wie auch immer die Zukunft gestaltet wird, die Verdienste von Matthias Müller werden nicht vergessen. In der Feuerwehr, in der Gemeinde und ganz sicher auch in den Herzen der Menschen, die mit ihm zusammenarbeiten durften. Ein Hoch auf die Feuerwehr und ihre unermüdlichen Helden!