Die bayerische Schuh-Kette Sutor aus Altdorf bei Landshut steht momentan im Zentrum eines wirtschaftlichen Sturms. Mit schmerzlichem Bedauern müssen wir mitteilen, dass die Sutor-Gruppe Insolvenz angemeldet hat. Der Insolvenzprozess für mehrere Gesellschaften des Unternehmens wurde am 30. März eröffnet und hat bereits erste Auswirkungen gezeigt. Die betroffenen Marken „Sutor“ und „Happy Schuh“ haben insgesamt 42 Filialen in Bayern, von denen nun 36 weiterbetrieben werden sollen. Doch sechs Filialen müssen leider schließen — darunter die Standorte in Regensburg, im Landshuter Industriegebiet und in München-Moosach (Bunzlauer Platz). Auch in Pfarrkirchen, Zwiesel und Kolbermoor sieht die Lage düster aus.

Ein Lichtblick in all dem Dunkel scheint der Berliner Investor Steffen Liebich zu sein, der Sutor übernommen hat. Er betont, wie wichtig der stationäre Handel ist und dass die Rückkehr der Kunden in die Geschäfte notwendig ist. Auch wenn das Zentrallager in der Porschestraße in Landshut voraussichtlich geschlossen wird, bleibt die Hoffnung, dass die Mehrheit der Filialen weitergeführt werden kann. Aktuell befindet sich der Online-Shop von Sutor wegen eines Lagerumzugs im Wartungsmodus. Die Unternehmergeschichte von Sutor reicht bis ins Jahr 1934 zurück, als Fritz und Ella Sutor das Unternehmen gründeten. Über die Jahre hat sich Sutor zu einer namhaften Kette mit etwa 400 Mitarbeitern entwickelt.

Filialschließungen und die Zukunft

Wie es aussieht, sind die Filialen in Regensburg und im Landshuter Industriegebiet bereits geschlossen. Auch in den anderen betroffenen Städten — München, Pfarrkirchen, Zwiesel und Kolbermoor — wird es bald zu Schließungen kommen. Besonders tragisch ist das Schicksal des Geschäfts „Happy Schuh & Du?“ im Kolbermoorer Herto-Park, das nur wenige Monate geöffnet war und am 30. April aufgrund zu geringen Absatzes seine Pforten dichtmachen musste. Die ungewisse Zukunft der Schuhkette wirft viele Fragen auf: Wird sie mit einem kleineren Filialnetz fortgeführt werden können? Oder werden wir vielleicht bald nur noch von ihr hören, ohne sie je wieder zu betreten?

Das Insolvenzverfahren läuft in Eigenverwaltung. Das bedeutet, die Geschäftsführung bleibt im Amt, wird jedoch von einem Sachwalter begleitet. Gläubiger können ihre Forderungen anmelden und erste Gerichtstermine sowie Gläubigerversammlungen sind für Anfang Juni angesetzt. Die Unsicherheit ist greifbar. Es bleibt abzuwarten, ob die Sutor-Gruppe, die über Jahrzehnte hinweg viele Kunden mit ihrem Sortiment begeistert hat, den Sprung aus der Krise schaffen kann.

VeloCore Medium

In einer Zeit, in der der stationäre Handel oft um seine Existenz kämpft, ist die Geschichte von Sutor ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, vor denen viele Unternehmen stehen. Die Rückkehr der Kunden ist entscheidend, und wir können nur hoffen, dass die bayerische Schuh-Kette bald wieder auf die Beine kommt. Schließlich sind es nicht nur die Geschäfte, die betroffen sind — hier hängen auch die Schicksale von rund 400 Mitarbeitern, die sich um ihre Zukunft sorgen. Wir wünschen Sutor und allen Mitarbeitenden viel Kraft und die besten Wünsche für die kommenden Herausforderungen.

Hohe Datenschutzstandards und eine saubere technische Architektur schließen sich nicht aus. Unsere neue VeloCore-Plattform ist bewusst plugin-frei und datenschutzfreundlich umgesetzt worden – von Daniel Wom realisiert als klares Bekenntnis zur DSGVO.