Die Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank (HAL REIM) hat ein ambulanter Ärzte- und Gesundheitszentrum in Landshut erworben. Der Kauf erfolgt im Rahmen des Immobilien-Spezialfonds HAL Soziale Infrastruktur Deutschland II. Mit einer Gesamtmietfläche von 3.118 Quadratmetern wird die Immobilie vollvermietet übergeben. Der gewichtete durchschnittliche Mietvertrag (WAULT) beträgt 4,2 Jahre, und die Mieterschaft setzt sich überwiegend aus Ärzten und Dienstleistern im Gesundheitssektor zusammen.
Das Zentrum bietet eine breite Palette an medizinischen Angeboten, darunter Praxen für Neurologie, Radiologie, MKG-Chirurgie, Neurochirurgie, Onkologie sowie Wundambulanz, Sanitätshaus, Krebsberatungsstelle und ein Dentallabor. Im Erdgeschoss ist zudem eine ambulante Intensivpflege untergebracht. Dieser Ankauf stellt bereits den zweiten für den Fonds dar, nachdem im November 2025 ein Ärzte- und Gesundheitszentrum in Siegen erworben wurde.
Strategie und Fondsstruktur
HAL Soziale Infrastruktur Deutschland II ist ein reiner Eigenkapitalfonds, der es Banken und Versicherungen ermöglicht, ihre Eigenkapitalunterlegung zu verbessern, da er keine Kreditrisiken birgt. Rund 50% des Kapitals aus dem First Closing in Höhe von 30 Millionen Euro sind bereits investiert. Zielvolumen des Fonds liegt zwischen 150 und 250 Millionen Euro, mit einer angestrebten Ausschüttungsrendite von über 4,75 % pro Jahr.
Der Fonds investiert vorwiegend in Core- und Core+-Immobilien der ambulanten Gesundheitsversorgung und verfolgt eine Kombination aus Core-/Core+-Assets sowie einer Value-Add-Strategie für etwa 30 % des Portfolios. Diese Value-Add-Objekte sind Immobilien mit Potenzial für Nachverdichtung, Umnutzung oder ergänzende Baumaßnahmen. Aktuell befinden sich bereits zwei Objekte in exklusiver Ankaufsprüfung.
Marktentwicklung und Nachfrage
Die Nachfrage nach ambulanter medizinischer Infrastruktur in Deutschland wird in den kommenden Jahren voraussichtlich steigen, bedingt durch den demografischen Wandel und politische Bestrebungen zur Ambulantisierung. Der aktuelle Marktreport von HAL prognostiziert ein steigendes Transaktionsvolumen bei ambulanten Gesundheitsimmobilien bis 2025. Insgesamt beläuft sich das kumulierte Marktvolumen dieser Immobilien in Deutschland auf über 30 Milliarden Euro.
Mit 3.500 identifizierten investierbaren ambulanten Gesundheitsimmobilien zeigt sich, dass das Marktsegment gut aufgestellt ist. Die durchschnittliche Mietfläche dieser Objekte beträgt 3.000 Quadratmeter, während die Nettokaltmiete im Durchschnitt rund 13 Euro pro Quadratmeter liegt. Ambulante Einrichtungen gelten als risikoärmer und robuster gegenüber regulatorischen Eingriffen, was sie für Investoren besonders attraktiv macht. Dennoch besteht ein Mangel an geeigneten Produkten, insbesondere modernen Gebäuden mit einer starken Mieterstruktur.
Die Immobilien in diesem Sektor erfüllen wichtige ESG-Kriterien und gelten als zukunftsfähig, was sie zu einem lohnenden Investment macht. Die hohe Mieterzufriedenheit und Standorttreue, wie im Fall des neuen Zentrums in Landshut, unterstreichen die Stabilität dieser Investitionen in einem wachsenden Markt.
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