Die Landshut: Ein Stück Geschichte zwischen Vergessen und Erinnerung
Heute ist der 2.07.2026 und in Landshut gibt es wieder einmal Grund zur Diskussion. Die Bundeszentrale für politische Bildung ist seit 2017 für die berühmte Lufthansa-Maschine „Landshut“ verantwortlich, die 1977 entführt wurde. Ein ganz schön heikles Thema, das in den letzten Wochen für Aufregung sorgt. Der neue Präsident hat nun angekündigt, dass die „Landshut“ ab dem 18. Oktober 2027 für lediglich sechs Monate als Lernort in Friedrichshafen ausgestellt werden soll. Hand aufs Herz – das klingt nicht gerade nach einer großen Ehre für ein so historisches Flugzeug!
Die Begründung für die kurze Ausstellungsdauer ist die angespannte Haushaltslage. Ein echter Schock für viele, vor allem für Historiker wie Martin Rupps, der sich über diese Entscheidung empört äußert. Er sieht die Sache als eine Blamage der deutschen Erinnerungspolitik. Rupps hat die „Landshut“ 2017 nach Deutschland geholt und vor kurzem ein Buch über das Geiseldrama veröffentlicht – er kennt sich aus und ist sich sicher: hier wurde eine einmalige Chance vertan.
Finanzielle Aspekte und Kritik
Die bisherigen Kosten für das Projekt sind wahrlich nicht von Pappe. Mehrere Millionen Euro wurden bereits investiert, allein die monatlichen Mietkosten belaufen sich auf 13.000 Euro im ersten Hangar und auf satte 50.000 Euro im zweiten, zuzüglich Nebenkosten von 8.500 Euro. Der Mietvertrag für die „Landshut“ läuft über 15 Jahre – und dann das: nur sechs Monate Ausstellung? Rupps kritisiert zudem, dass eine Restaurierung der „Landshut“ trotz eines vorliegenden Konzepts und Unterstützung von Lufthansa nicht durchgeführt wurde. Das ist, gelinde gesagt, ein bisschen verwunderlich. Wer möchte nicht, dass so ein Stück Geschichte in vollem Glanz erstrahlt?
Die ehemalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters wird von Rupps für das Scheitern des Projekts verantwortlich gemacht – ein Vorwurf, der in der politischen Landschaft einen Sturm auslösen könnte. Komischerweise fließen Gelder in andere Projekte, wie ein Computerspiel über den Herbst 1977, das 400.000 Euro gekostet hat. Man fragt sich da schon, ob hier die Prioritäten richtig gesetzt sind. Rupps hat eine Idee: die „Landshut“ an das private Technik-Museum in Sinsheim-Speyer zu übergeben, wo sie besser betreut werden könnte. Ein Vorschlag, der auf offene Ohren stoßen könnte.
Ein Aufruf zur Reform
Doch es bleibt nicht nur bei der Kritik an der Ausstellung. Rupps fordert eine grundlegende Reform der Bundeszentrale für politische Bildung. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben machen und sich intensiver mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen? Schließlich geht es um mehr als nur um ein Flugzeug – es geht um das Gedächtnis einer Nation. Die „Landshut“ steht nicht nur für ein Geiseldrama, sondern auch für eine Zeit, die nicht vergessen werden sollte. Die Frage bleibt: Wie wird unser Umgang mit der Geschichte in Zukunft aussehen? Und vor allem – welche Lehren ziehen wir daraus?
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