Heute ist der 12.05.2026 und während sich die ersten warmen Sonnenstrahlen über die Felder von Landsberg am Lech legen, gibt es einen ganz besonderen Ort, der die Herzen der Feinschmecker höher schlagen lässt: den Spargelhof von Josef Rehm in Linden-Schrobenhausen. Der 66-jährige Spargelbauer betreibt diesen Hof im Nebenerwerb und bringt hier die Tradition des Spargelanbaus in reinster Form zurück. Ohne Folien, ohne Unkrautvernichter und ohne Maschinen – so wird hier Spargel geerntet, ganz im Sinne der guten alten Zeit.
Josef hat in seinem Leben schon so einiges erlebt. Ursprünglich lernte er Mechatroniker und arbeitete über 30 Jahre in einer Bank, bevor er sich entschloss, in die Fußstapfen seiner Vorfahren zu treten. Der Spargelanbau, den er in zweiter Generation pflegt, hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Die Saison beginnt traditionell um den Muttertag im Mai und endet, ganz nach dem Sprichwort „Kirschen rot, Spargel tot“, Ende Juni. Täglich wird hier frisch gestochen – zweimal am Tag, versteht sich! Nur so kann Josef sicherstellen, dass der Spargel die Qualität hat, die er seinen Kunden verspricht.
Regionalität und Spitzenqualität
Die Rehms setzen bewusst auf altdeutsche Sorten, um deren Erhalt zu sichern. Ein bewusster Schritt, der nicht nur der Biodiversität zugutekommt, sondern auch den Geschmack des Spargels beeinflusst. „Der Spargel soll einfach gut schmecken“, sagt Josef, der einst mit Folienanbau experimentiert hat, aber bald wieder zur Tradition zurückkehrte. Seine Kunden sind exquisite Gourmet-Restaurants wie das „Tantris“ und „Malva“ in München, die die Qualität und Frische seines Spargels zu schätzen wissen. Auch im eigenen Hofladen, der täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist, können die Menschen den Spargel direkt vom Feld kaufen. Für 18 Euro pro Kilogramm gibt es die Delikatesse, die in dieser Region eine ganz besondere Bedeutung hat.
Doch nicht nur der Spargel selbst ist ein Highlight – auch die Atmosphäre auf dem Hof ist einzigartig. Der Radlanhänger, mit dem die Ernte eingebracht wird, erzählt seine eigene Geschichte und vermittelt ein Gefühl von Tradition und Handwerk. Gemeinsam mit seiner Frau Christine und vier Helfern schafft Josef es, die Ernte zu bewältigen und gleichzeitig den persönlichen Kontakt zu den Kunden zu pflegen.
Ein Familienbetrieb mit Herz
Der Spargelhof von Josef Rehm ist mehr als nur ein Ort, an dem Gemüse wächst. Er ist Teil einer langen Tradition, die in vielen Familienbetrieben in der Region fortgeführt wird. Wie beim Spargelhof Beeck, der ebenfalls seit Generationen Spargel anbaut und Wert auf Qualität, Frische und Regionalität legt. Hier werden täglich frisch gestochenen Spargel und weitere saisonale Spezialitäten angeboten – ein Genuss, der direkt vom Feld auf den Tisch kommt. Der Hofbesuch ist nicht nur möglich, sondern wird auch als Erlebnis für Groß und Klein angeboten.
Inmitten dieser regionalen Vielfalt ist der Spargelhof Rehm ein ganz besonderer Anlaufpunkt für alle, die sich für nachhaltigen Anbau und echte Geschmackserlebnisse interessieren. Wenn der Spargel aus der Erde kommt und die Sonne auf die Felder scheint, dann wird aus dem einfachen Gemüse ein Stück Heimat – und vielleicht auch ein kleines Stück Glück.