Ölfilm im Lech: Alarmstufe Rot für Landsberg am Lech
Heute ist der 1.07.2026 und in Landsberg am Lech gibt es Grund zur Besorgnis. Auf dem Lady-Herkomer-Steg wurde ein Ölfilm im Wasser festgestellt, und das ist alles andere als ein schöner Anblick. Die Situation hat sich seit Mittwochvormittag zugespitzt. Die Einsatzkräfte sind schnell auf den Plan gerufen worden, nachdem die Polizei um 9.30 Uhr die Meldung über die Verunreinigung erhielt. Was genau passiert ist, wird nun mit Hochdruck untersucht.
Um die Verunreinigung einzudämmen, wurde eine Ölsperre installiert. Das Team, bestehend aus Feuerwehr und Wasserwacht, ist sofort vor Ort, um die Quelle des Betriebsstoffeintrags zu lokalisieren. Dabei wurden zwei Zuläufe am Westufer beim Mutterturm als mögliche Eintragsstellen identifiziert. Mit dem Regen der letzten Tage fließt eine erhebliche Menge Wasser in den Lech, was die Situation noch komplizierter macht. An den Staustufen bis Scheuring werden weitere Ölsperren angebracht, um Schlimmeres zu verhindern.
Koordination der Einsätze
Kreisbrand Christoph Resch hat die Koordination der Einsätze am Parkplatz am Papierfleck gegenüber dem Landratsamt übernommen. Am Nachmittag äußerte Resch Optimismus, dass die Betriebsstoffe an der Staustufe am Zollhaus bei Scheuring aufgefangen werden können. Eine Fachfirma wird sich um die endgültige Beseitigung der Betriebsstoffe kümmern. Währenddessen sind Vertreter von Stadtwerken, Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt und Polizei parallel auf der Suche nach der Ursache des Problems.
Besonders brisant ist, dass das Wasser aus den Zuläufen aus dem Landsberger Südwesten kommt und das Einzugsgebiet entsprechend groß ist. Resch rät daher dringend davon ab, im betroffenen Bereich des Lech zu baden. Auch die Gefährdung von Fischen ist unklar. Das erinnert an einen ähnlichen Vorfall im Mai 2024, als 400 Liter Dieselkraftstoff nach einem Verkehrsunfall in den Lech gelangten. Damals waren Feuerwehr, Wasserwacht und THW im Einsatz, bis eine Fachfirma den Ölfilm absaugte. Interessanterweise wurde festgestellt, dass seit 45 Jahren Oberflächenwasser ungefiltert in den Lech gelangte – da fragt man sich doch, wie lange wir noch solche Probleme haben werden.
Ein Blick zurück
Der Stadtbrandinspektor Markus Obermayer bemerkte, dass es ein reiner Zufall war, dass der Ölfilm und die Quelle gefunden wurden. Nach dem Vorfall im Mai 2024 hat die Feuerwehr nachgerüstet, um besser auf solche Einsätze vorbereitet zu sein. Man kann nur hoffen, dass diese Maßnahmen nun Früchte tragen und die Verunreinigung schnellstmöglich beseitigt wird.
Es bleibt abzuwarten, wie die Situation sich entwickeln wird und ob die Verantwortlichen schnell gefunden werden. Die Anwohner und Naturbeobachter sind besorgt – schließlich ist der Lech nicht nur Lebensraum für viele Tiere, sondern auch ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Menschen in der Region. Wir halten euch auf dem Laufenden, was die Entwicklungen angeht.
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