Ein Abschied von einem Engel: Diakon Dieter Wirth und sein unvergängliches Vermächtnis in Oberschleißheim
Heute ist der 12.06.2026 und während die Sonne langsam hinter den sanften Hügeln Bayerns verschwindet, trauern die Menschen in Oberschleißheim um einen ganz besonderen Mann. Diakon Dieter Wirth ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Ein Verlust, der nicht nur seine Familie, sondern die gesamte Gemeinde erschüttert. Wirth war mehr als nur ein Diakon – er war eine Stütze, ein Freund und ein vertrauter Begleiter in den Höhen und Tiefen des Lebens.
Sein letztes öffentliches Amt führte ihn am Samstag in Landsberg am Lech, wo er eine Trauung durchführte. Nach dieser Zeremonie, die von Freude und Feierlichkeit geprägt war, erlitt er jedoch einen Schwächeanfall, gefolgt von einem Herzinfarkt. Kurz darauf verstarb er im Krankenhaus in Dachau. Die Nachricht vom plötzlichen Tod hat die Herzen vieler Menschen in der Region getroffen, die Wirth als Präses der Kolpingsfamilie Oberschleißheim kannten. Seine Frau, zwei Kinder, drei Enkel und drei Urenkel hinterlassen ihm ein Erbe, das weit über die Familie hinausgeht.
Ein Leben voller Hingabe
Dieter Wirth war nicht nur in seiner Familie ein geschätzter Mensch, sondern auch ein fester Bestandteil der Gemeinschaft. Als Seelsorger für Obdachlose und Strafgefangene setzte er sich unermüdlich für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein. Zudem war er Mitglied im Kriseninterventionsteam (KIT) München und Notfallseelsorger bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberschleißheim. Sein Mitgefühl kannte keine Grenzen – er war stets bereit, anderen in schweren Zeiten beizustehen.
Wirths beruflicher Werdegang war bemerkenswert vielfältig: Er begann als gelernter Bäcker, arbeitete als Koch und war schließlich Rettungssanitäter. Seine Leidenschaft für die Menschen führte ihn schließlich zur Kirche „Maria Sieben Schmerzen“ im Münchner Hasenbergl, wo er als Messner und Hausmeister tätig war. Sein Theologiestudium, das ihn ein Jahr in das Kloster Benediktbeuern führte, war der Ausgangspunkt für seine Weihe zum Diakon im Jahr 1984. Von da an widmete er sich der Seelsorge mit einem Engagement, das in Oberschleißheim hoch angesehen war.
Ein bleibendes Vermächtnis
Die Menschen werden sich auch weiterhin an Wirths launige, zeitkritische Betrachtungen bei Versammlungen und Festlichkeiten erinnern. Er hatte die Fähigkeit, selbst die tiefgründigsten christlichen Texte so verständlich und lebendig zu erklären, dass selbst die Kleinsten in der Pfarrkirche Maria Patrona Bavariae gebannt lauschten. Mit seinem Humor und seiner Menschlichkeit hat er eine ganz besondere Lücke hinterlassen.
Sein Sohn, Peter Wirth, 59 Jahre alt, ist ebenfalls in der Kolpingsfamilie Oberschleißheim aktiv und wird sicherlich das Erbe seines Vaters weitertragen. In diesen schweren Stunden, in denen die Trauer schwer auf den Schultern der Menschen lastet, wird Wirths Vermächtnis – seine unermüdliche Hingabe und seine Liebe zu den Menschen – weiterleben. Die Gemeinschaft wird ihn nicht vergessen und sein Einfluss wird noch lange spürbar sein.
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