Heute ist der 4.07.2026 und in Kronach dreht sich alles um die 8. Bayerische Impfwoche! Vom 3. bis 12. Juli beteiligt sich das Gesundheitsamt Kronach an dieser wichtigen Initiative, die vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) sowie der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) ausgerichtet wird. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Aufklärung über die HPV-Impfung, die nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungen ab 9 Jahren von Bedeutung ist. Ja, richtig gehört – auch die Jungs sollten an die Impfung denken, um sich vor HPV-bedingten Krebserkrankungen zu schützen.

Die Statistiken sind alarmierend: Jährlich erkranken in Deutschland etwa 7450 Frauen und rund 3000 Männer an Krebs, der durch humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wird. Diese Viren sind heimtückisch, da sie oft unbemerkt bleiben und in den meisten Fällen ohne Behandlung wieder verschwinden. Aber die effektivste Waffe gegen HPV-Infektionen ist die rechtzeitige Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren – und zwar in zwei Dosen, um vollen Schutz zu garantieren. Wer später einsteigt, muss oft auf drei Impfungen zurückgreifen.

Beratungen und Impfchecks in Kronach

Im Rahmen der Impfwoche bietet das Gesundheitsamt Kronach von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr Beratungen über verschiedene Impfungen an. Ein tolles Angebot für alle Eltern, Kinder und auch für uns Erwachsene, die vielleicht noch Fragen zur eigenen Impfgeschichte haben. Wer möchte, kann auch gleich sein Impfbuch überprüfen lassen. Eine Anmeldung ist dafür erforderlich und kann unter der Telefonnummer 09261 / 678-227 erfolgen. Das ist doch eine praktische Möglichkeit, um sicherzugehen, dass man gut geschützt ist!

Die DAK-Gesundheit hebt anlässlich dieser Woche die Bedeutung der HPV-Impfung für die Krebsprävention hervor. Im Jahr 2023 stiegen die Erstimpfungen gegen HPV in Bayern um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hochgerechnet erhielten rund 87.600 Mädchen und Jungen erstmals eine der mindestens zwei erforderlichen Impfdosen. Doch trotz dieser positiven Entwicklung liegt die Zahl der Erstimpfungen noch 21 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Das Bayerische Gesundheitsministerium äußert sich besorgt über die weiterhin zu niedrigen Impfquoten: Nur etwa 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 30 Prozent der gleichaltrigen Jungen sind vollständig geimpft.

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Eltern in der Verantwortung

Die DAK-Gesundheit und Gesundheitsministerin Judith Gerlach fordern eine gezielte Ansprache der Eltern. Es ist wichtig, dass diese über die Vorteile der Impfung informiert werden. Schließlich ist die HPV-Impfung nicht nur ein Beitrag zur eigenen Gesundheit, sondern auch ein Akt der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Die DAK übernimmt die Kosten für die HPV-Impfung bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahre und unter bestimmten Voraussetzungen auch für junge Erwachsene bis 26 Jahre. Eine großartige Gelegenheit, um sich und seine Lieben zu schützen!

Die WHO hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 90 Prozent der Mädchen vollständig gegen HPV zu impfen. Ein ambitioniertes Ziel, das nur durch Aufklärung und Zugang zur Impfung erreicht werden kann. Die Bayerische Impfwoche soll genau das bewirken: Das Bewusstsein für die HPV-Impfung stärken und den Zugang zur Impfung erleichtern.

Für alle Interessierten gibt es weitere Informationen unter www.Impfwoche.bayern.de. Auf ins Impf-Abenteuer – für eine gesunde Zukunft!

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