In einem feierlichen Rahmen wurden fast 100 Prüferinnen und Prüfer aus Oberfranken am 28. Mai 2026 im malerischen Kloster Banz geehrt. Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth hatte eingeladen, um den ehrenamtlichen Persönlichkeiten zu danken, die seit mindestens 20 Jahren in der Aus- und Weiterbildung tätig sind. Eine bemerkenswerte Zahl, wenn man überlegt, wie viel Leidenschaft und Engagement hinter diesen Jahren steckt!

Besonders stolz können die Geehrten aus den IHK-Gremien Kronach und Kulmbach sein. Alfred Fiedler und Fred Wunder wurden für ihre 30 bzw. 20 Jahre lange ehrenamtliche Tätigkeit geehrt. Auch Christoph Pöhlmann aus Kulmbach durfte sich über die Auszeichnung für 30 Jahre Engagement freuen. Michael Waasner, Präsident der IHK, unterstrich in seiner Rede die immense Bedeutung der beruflichen Bildung. Er sprach von der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung – ein Thema, das immer mehr an Relevanz gewinnt, insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels.

Die stille Kraft der Ausbildung

Rund 2000 ehrenamtliche Prüfer, so Waasner, bilden das Rückgrat der beruflichen Bildung in der Region. Sie tragen entscheidend zur Sicherung des qualifizierten Fachkräftenachwuchses bei. Hofer Landrat Oliver Bär hob in seiner Ansprache die zentrale Rolle der Prüfer für die Ausbildung junger Menschen hervor. Ohne ihr Engagement wäre die Zukunft der Oberfränkischen Wirtschaft wohl in einer ganz anderen Lage. “Die Prüfer sind die stillen Helden”, sagte Bär, und man kann ihm nur zustimmen. Ohne sie würde die berufliche Landschaft einfach leerer wirken.

Die Veranstaltung bot auch Gelegenheit, die Ausgezeichneten aus Bayreuth zu würdigen: Michael Bauer, Thomas Brendel und Gerd Seufert – sie alle haben ihren Teil zur Entwicklung der Region beigetragen. Sechs Prüfer wurden für 30 Jahre anerkannt, darunter Jürgen Friedrich und Martina Schmidt-Gyra. Diese Menschen haben nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Werte und Lebensweisheiten – und das über Generationen hinweg.

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Eine Tradition mit Herausforderungen

Doch die Herausforderungen in der Ausbildung und der beruflichen Qualifizierung sind nicht zu unterschätzen. Ständige Anpassungen sind erforderlich, um den Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht zu werden. Michael Waasner sprach auch über die sich verändernden Anforderungen, die an die Ausbilder gestellt werden. Berufliche Bildung ist nicht nur ein Schlagwort, sondern die Grundlage für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Die Tradition der ehrenamtlichen Prüfer prägt nicht nur die berufliche Landschaft, sondern bereichert auch das Leben vieler Menschen. Diese engagierten Persönlichkeiten sind oft die ersten, die in die Lebenswege junger Menschen involviert sind. Sie sind Wegweiser und Berater – und das auf eine Art und Weise, die oft unbeachtet bleibt, aber dennoch von unschätzbarem Wert ist.