Heute ist der 7.06.2026, und in Kitzingen ist die Stimmung ausgezeichnet. Der Verein Landschaftsschutz Mainschleife, liebevoll auch Lama genannt, hat kürzlich seine Mitgliederversammlung abgehalten. Ein Blick zurück auf ein ereignisreiches Jahr und die Neuwahlen des Vorstands standen auf der Agenda. Die Vorsitzenden Elmar Erhard und Birgit Rottmann-Barth berichteten von den Aktivitäten des Vereins, die sich auf den Schutz der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft an der Mainschleife konzentrieren. Hochwasserschutz, die Folgen des Sand- und Kiesabbaus und die Entwicklung der Mainlände – das sind die Themen, die die Mitglieder brennend interessieren.

Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf den Sandabbau, der in Sommerach, Astheim und Nordheimer Au zu Konflikten führt. Matthias Klein vom Bund Naturschutz hielt dazu einen spannenden Gastbeitrag, der bei den Teilnehmenden auf reges Interesse stieß. Der Schutz der Mainschleife ist nicht nur eine lokale Angelegenheit; sie ist bekannt für ihre geschützten Lebensräume, wie die Sandmagerrasen, die nur hier in Bayern zu finden sind. Die Naturschützer warnen eindringlich, dass einmal zerstörte Landschaften für immer verloren wären. Und die Anwohner? Die haben genug vom Lkw-Verkehr, der mit dem Abbau einhergeht.

Neuwahlen und Vereinsaktivitäten

Die Neuwahlen verliefen ohne Überraschungen: Der bisherige Vorstand wurde bestätigt. Elmar Datzer bleibt Schatzmeister, und Erich Helfrich wird weiterhin als Schriftführender fungieren. Die Beisitzenden Luisa Kalenda, Jana Kralenetz, Winfried Meusert und Richard Dietz sind ebenfalls wieder mit von der Partie. Es ist schön zu sehen, dass die Mitglieder dem engagierten Team ihr Vertrauen aussprechen.

Die Diskussion über die Neugestaltung der Mainlände brachte einige interessante Vorschläge hervor. Angesichts der voraussichtlichen Kosten von rund 6 Millionen Euro ist es wichtig, gut abzuwägen. Ein Vorschlag, auf einzelne Freizeitangebote zu verzichten und dafür einen Kanal- und Wasseranschluss in der Nähe der Freizeitbereiche sicherzustellen, wurde als sinnvoll erachtet. Das könnte sich als echter Gewinn für Kulturveranstaltungen wie Konzerte und Stadtschoppen am Kitzinger Stadtbalkon erweisen.

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Konflikte und Perspektiven

Die Mainschleife im Landkreis Kitzingen ist nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Kampfplatz zwischen Naturschützern und Abbau-Firmen. Globale Unternehmen wie Heidelberg Materials und regionale Firmen wie LZR, Glöckle und Beuerlein kämpfen um die letzten ungenutzten Flächen für den Rohstoffabbau. Sand und Kies, die über Millionen Jahre entlang des Mains abgelagert wurden, sind für die Baubranche unverzichtbar. Doch das hat seinen Preis – die Sand- und Kiesgruben an der Mainschleife sind fast leer, und die Folgen sind in der Landschaft deutlich sichtbar.

Die Bürgerinitiative Landschaftsschutz Mainschleife (LAMA) hat die Region sogar als „Lochschleife“ bezeichnet, und das nicht ohne Grund. Ehemalige Kiesgruben, die unterschiedlich genutzt werden, sind ein ständiges Thema der Diskussion. Einige wurden zu Badeseen umfunktioniert, andere sind mittlerweile als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Die Sorgen um die Natur sind berechtigt, denn die geschützten Lebensräume sind nicht nur ein Erbe unserer Vorfahren, sondern auch eine Verantwortung für die Zukunft. Der Verein Landschaftsschutz Mainschleife engagiert sich mit Nachdruck für den Erhalt dieser wertvollen Landschaften und Lebensräume. Ein aktives Jahr liegt hinter ihnen, und es bleibt zu hoffen, dass sie weiterhin viele Unterstützer finden, um ihre Anliegen voranzutreiben.

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