Heute ist der 4. Juli 2026, und während die Sonne über Kempten strahlt, tummeln sich die Besucher im Kornhaus, um am 22. Sommergespräch der Wirtschaftsjunioren Kempten-Oberallgäu teilzunehmen. Das Thema dieses Jahres – „Forschung und Innovation – was braucht es, damit Zukunft vor Ort entsteht?“ – ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern ein Aufruf zur Tat. Hier treffen sich kluge Köpfe, um über die Herausforderungen und Chancen in der Region zu diskutieren.

Unter den Referentinnen sind zwei herausragende Persönlichkeiten: Prof. Dr. Regina Schreiber von der Hochschule Kempten und Prof. Dr. Katharina Hölzle von der Universität Stuttgart. Regina Schreiber, Vizepräsidentin der Hochschule, hat einiges zu berichten. Im Allgäu ist die Hochschule bekannt für ihre forschungsstarke Lehreinrichtung. Sie betont, dass das Forschungsvolumen von 2024 auf 2025 um fast 14 Prozent gewachsen ist. Das ist eine echte Ansage! Ab Februar 2025 hat die Hochschule sogar ein eigenes Promotionsrecht. Ihre Schwerpunkte? Energie, Mobilität, Produktion und soziale Innovation – alles Themen, die uns direkt betreffen.

Die Herausforderungen der Umsetzung

Katharina Hölzle bringt einen kritischen Blick mit. Sie spricht vom „deutschen Paradoxon“, bei dem viel Geld in Forschung fließt, aber die Umsetzung in Produkte oft auf der Strecke bleibt. Das lässt einen schon schaudern! Fast 39 Prozent der Geschäftsführer in Deutschland sind sich nicht sicher, wo die Reise hingehen soll. In ihrem Beispiel von Heilbronn-Franken zeigt sie, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Kommunen ist. „Wir müssen über Landkreis- und Landesgrenzen hinweg denken“, appelliert sie.

Ein zentraler Punkt ist die Notwendigkeit von Vertrauen und gemeinsamen Zielen. Hölzle empfiehlt, dass Unternehmen Teamleistungen belohnen sollten, um Innovationen voranzutreiben. Es geht darum, die Transformation aktiv zu gestalten und nicht als Bedrohung zu empfinden. Gerade in Zeiten, in denen künstliche Intelligenz als entscheidende Technologie für die nächsten fünf Jahre gilt, ist das dringend nötig. Hier wird der Bedarf an souveränen Lösungen und der Auseinandersetzung mit Technologie immer deutlicher.

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Innovationen vorantreiben

Ein weiterer spannender Aspekt ist das Institut für angewandte Künstliche Intelligenz und Robotik (IKR), das Unternehmen sowohl regional als auch überregional unterstützt. Es ist nicht nur ein Ort der Forschung, sondern auch ein echter Innovation Hub. Das IKR hat sich auf die Integration von Automatisierung und KI spezialisiert und zielt darauf ab, die globale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern und die Steuerung von Lieferketten zu verbessern. Bei der Vorstellung merkt man schnell: Hier wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt.

Die Expertise reicht von erfahrenen Fachleuten bis hin zu Neueinsteigern, die alle zusammenarbeiten, um innovative Lösungen in Automatisierung, KI und Robotik zu entwickeln. Die Verschmelzung von KI und Robotik hebt diese Technologien auf eine neue evolutive Stufe. Man spürt förmlich, wie der Drang zur Veränderung in der Luft liegt, und die ersten Erfolge sind bereits sichtbar – die Time-to-Market wird gesenkt, und die Automatisierung der Produktion wird schneller und effizienter.

Andreas Weber, der die Veranstaltung abschließt, bringt es auf den Punkt: „Zukunft entsteht durch Neugier, Verantwortung und Zusammenarbeit der Menschen.“ Ein Satz, der nicht nur im Raum hängen bleibt, sondern auch jeden Einzelnen zum Nachdenken anregt. Vielleicht ist es genau diese Mischung aus Innovation, Forschung und menschlichem Engagement, die den Allgäu zu einem Ort der Zukunft macht.

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