Am Carl-von-Linde-Gymnasium in Kempten hat ein neuer Schüleraustausch mit dem Lycée Paul Duez in Cambrai, Frankreich, begonnen. Dieses Austauschprojekt startete mit dem Besuch von 34 französischen Schülerinnen und Schülern, die in deutschen Gastfamilien untergebracht wurden. Ziel des Austauschs ist es, den jungen Menschen einen Einblick in den Schulalltag und das Leben in Deutschland zu ermöglichen. Die Aktivitäten umfassten gemeinsame Unterrichtsbesuche, Ausflüge nach München und zum weltberühmten Schloss Neuschwanstein sowie verschiedene Freizeitaktivitäten. Besonders betont werden die Schwerpunkte der Pflege der deutsch-französischen Freundschaft, die Förderung der Sprachkenntnisse und das interkulturelle Lernen. Der Besuch der französischen Gruppe wurde als äußerst erfolgreich bewertet, was sich in der positiven Resonanz von Schülerinnen und Schülern, Gastfamilien und Lehrkräften widerspiegelt. Es ist bereits eine Fortführung des Austauschs geplant, und der Gegenbesuch der Kemptener Neunt- und Zehntklässler ist in Planung. Dieses Austauschprojekt fördert nicht nur die europäische Zusammenarbeit, sondern auch die internationale Verständigung, wie in einem Artikel der Allgäuer Zeitung dargestellt.
Förderung durch das DFJW
Zusätzlich zu den Aktivitäten am Carl-von-Linde-Gymnasium wird das Austauschprogramm durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt, welches Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Frankreich fördert. Diese Austauschprogramme sind darauf ausgelegt, die praktische Anwendung von Fremdsprachen zu unterstützen und stehen Schüler:innen vom Kindergarten bis zum Schulabschluss an allgemeinbildenden Schulen offen. Anträge auf Fördermittel können im Infobrief „Schulaustausch auf einen Blick 2025-2026“ eingesehen werden, wie auf der Website des DFJW beschrieben DFJW.
Die Programme des DFJW umfassen verschiedene Formate, darunter den Schulaustausch am Ort des Partners, Drittortbegegnungen und trilaterale Austauschprojekte. Diese Initiativen ermöglichen es den Schüler:innen, in Gastfamilien untergebracht zu werden, was die Kosten für die Familien senkt und den interkulturellen Austausch fördert. Schüler:innen, die kein Französisch lernen, können ebenfalls teilnehmen, was die Zugänglichkeit der Programme erhöht.
Der SCHUMAN-Austausch
Ein weiteres Beispiel für einen erfolgreichen Austausch ist das SCHUMAN-Austausch-Programm, das sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 richtet. Ziel dieses Programms ist es, die französischen Sprachkenntnisse zu vertiefen und einen Einblick in die Kultur der Großregion zu ermöglichen, die Lothringen in Frankreich, Luxemburg und Wallonien in Belgien umfasst. Teilnehmer müssen mindestens zwei Jahre Französischunterricht nachweisen und eine ausreichende soziale Kompetenz besitzen. Der Austausch erfolgt in Form von zweiwöchigen Aufenthalten in Gastfamilien und Gastschulen, wobei die Anreise zur Gastfamilie von den Familien selbst organisiert wird. Weitere Informationen sind auf der Webseite der rheinland-pfälzischen Bildungsbehörden zu finden Bildung RLP.
Insgesamt zeigen diese Austauschprojekte, wie wichtig interkulturelle Begegnungen sind. Sie fördern nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch das Verständnis und die Toleranz zwischen verschiedenen Kulturen. Ein solches Engagement ist besonders in der heutigen globalisierten Welt von großer Bedeutung und bietet den Schülerinnen und Schülern wertvolle Erfahrungen für ihre persönliche und berufliche Zukunft.