Kempten feiert die Magie des Schultheaters: Kreativität und Begeisterung in voller Blüte
Heute ist der 10.07.2026 und die Stadt Kempten (Allgäu) erstrahlt im Glanz der 11. Bayerischen Schultheatertage! Im Kemptener Stadttheater wurde die Eröffnungsfeier mit viel Trubel und einer gehörigen Portion Aufregung gefeiert. Schirmherrin Barbara Schretter, die Regierungspräsidentin, brachte gleich zu Beginn ihre Freude zum Ausdruck. Sie betonte, wie wichtig das gemeinsame Erleben von Theater ist – ein Erlebnis, das für die Schüler und Besucher unvergesslich bleibt.
Die Vielfalt der Themen, die bei den Schüleraufführungen präsentiert wurden, ist einfach beeindruckend. Von der kreativen Neuinterpretation von „Rotkäppchen“ durch die Montessorischule Neuötting, die auf den klangvollen Titel „Der rote Hut“ hört, bis hin zur Mittelschule Burgebrach, wo Schüler den Widerstand gegen einen autokratischen König thematisieren – hier wird das Theater lebendig! Auch die Grundschule Katzwang mit ihrer Geschichte über ein Räubermädchen und die Bedeutung von Freundschaften zog die Zuschauer in ihren Bann. Und wer hätte gedacht, dass die Grundschule an der Fürstenstraße Kempten sich mit dem ernsten Thema Krieg und den Chancen für Frieden auseinandersetzt?
Ein Zauber der Kreativität
Claudia Zenk, die Vorsitzende des Pädagogischen Arbeitskreises Schultheater (PAKS), sprach über den Zauber, der entsteht, wenn neue Welten auf der Bühne geschaffen werden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Kreativität in den Köpfen der Kinder schlummert. Auch Fehler beim Theaterspielen, so Zenk, machen Spaß und bieten wertvolle Lernmöglichkeiten – eine Erkenntnis, die viele Erwachsenen oft vergessen! Die Begeisterung der jungen Schauspieler war förmlich greifbar, als sie stolz ihre Stücke präsentierten. Bürgermeisterin Sibylle Knott unterstrich die Offenheit Kemptens für Jugend und Kreativität. Ihr persönlicher Favorit, das Märchen „Hans im Glück“, könnte allerdings eine kleine Namensänderung vertragen – sie würde den Titel gerne in Johanna umwandeln.
Die Themen der Aufführungen sind so bunt und abwechslungsreich wie die Schüler selbst. So fragt sich zum Beispiel ein Grundschüler der Huglfinger Schule im Freibad, ob es nicht auch ein blindes Huhn geben könnte. Diese Fragen sind nicht nur humorvoll, sie regen auch zum Nachdenken an. Die Mittelschule aus Unterfranken geht in ihrer Aufführung der Frage nach, was es mit einem Handyverbot auf sich hat – ein Thema, das viele Jugendliche beschäftigt. Und die Grundschule Altenthann bringt die Magie ins Spiel, indem sie das Thema Zauberkräfte aufgreift.
Ein Fest für die Sinne
Die Atmosphäre im Stadttheater war einfach elektrisierend. Das Gelächter, die Aufregung und die Auftritte der Schüler – alles zusammen schuf eine unvergessliche Stimmung. Man kann sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit und Leidenschaft in diesen Aufführungen steckt. Es ist ein Fest für die Sinne, bei dem nicht nur die Kinder, sondern auch die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Theater ist nicht nur eine Kunstform, es ist eine Möglichkeit, sich auszudrücken, Geschichten zu erzählen und die eigene Sichtweise auf die Welt zu teilen.
Kempten hat mit diesen Schultheatertagen einmal mehr bewiesen, dass Kreativität und Jugend hier einen hohen Stellenwert genießen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Veranstaltungen weiterhin gefördert werden, denn sie sind das Herzstück einer lebendigen und kulturell reichen Gemeinschaft. Man darf gespannt sein, was die nächsten Aufführungen bringen werden – die Vorfreude ist jetzt schon riesig!
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