Heute ist der 11.03.2026 und in Kempten (Allgäu) gibt es Grund zur Freude: Christel Müller und ihr Rüde Barney haben erneut die Mantrailing-Prüfung bestanden. Dies ist bereits das dritte Mal, dass das engagierte Team diese Herausforderung erfolgreich meistert. Die Prüfung fand in Karlsruhe statt und umfasste einen 1,5 Kilometer langen Trail, den sie mit Bravour bewältigten, indem sie die versteckte Zielperson erfolgreich fanden. Christel Müller ist seit neun Jahren ehrenamtlich in der Rettungshundestaffel der Johanniter in Kempten tätig und hat in dieser Zeit nicht nur ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt, sondern auch die Anforderungen zur Prüferin im Rettungshundewesen erfolgreich absolviert. Seit mehreren Monaten ist sie nun in dieser wichtigen Funktion aktiv. Die Rettungshundestaffel Kempten, die derzeit aus 19 ehrenamtlichen Mitgliedern besteht, ist rund um die Uhr bereit, um bei der Suche nach vermissten Personen zu helfen. Insgesamt nahmen zwölf Teams an der Mantrailing-Prüfung teil, von denen drei erfolgreich waren (Quelle 1).
Erfolgreiche Prüfungen und Engagement
Christel Müller und Barney haben bereits mehrfach ihr Können unter Beweis gestellt. Ein bemerkenswerter Einsatz war die Auffindung einer vermissten 81-jährigen Frau in Erkheim im Jahr 2022. Auch in der Vergangenheit haben sie bei Prüfungen beeindruckende Leistungen gezeigt. So meisterten sie beispielsweise am 25. September 2021 eine Mantrailing-Prüfung in Regensburg, bei der sie einen 2,8 Kilometer langen Trail durch mehrere Stadtteile und im Außenbereich erfolgreich bewältigten. Auch hier fanden sie die versteckte Person und erhielten viel Lob von Staffelleiter German Beinder, der sich über die bestandene Prüfung und die Unterstützung bei zukünftigen Einsätzen freute. Insgesamt traten bei dieser Prüfung fünf Teams an, wobei vier Teams erfolgreich waren (Quelle 2).
Mantrailing im Einsatz
Mantrailing ist eine spezielle Suchmethode, die sich in der Rettungshundearbeit etabliert hat. Im Gegensatz zur Flächensuche, bei der Hunde ein großes Gebiet absuchen, arbeitet der Mantrailer im urbanen Gebiet mit einer langen Suchleine und folgt dem individuellen Geruch einer vermissten Person. Als Geruchsträger können Kleidungsstücke, Haarbürsten oder Kopfkissen verwendet werden. Diese Methode hat sich als äußerst effektiv erwiesen und wird von vielen Rettungshundestaffeln eingesetzt, um vermisste Personen schnell und gezielt zu finden.
Das Engagement von Christel Müller und ihrem Rüden Barney zeigt, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit in der heutigen Gesellschaft ist. Die Rettungshundestaffel Kempten ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie durch Leidenschaft und Teamarbeit Leben gerettet werden können. Es bleibt zu hoffen, dass die wertvolle Arbeit dieser Teams weiterhin gewürdigt und unterstützt wird, denn jeder Einsatz ist ein Schritt zur Sicherheit in der Gemeinschaft.