Heute ist der 22.07.2026, und in Kelheim weht ein frischer Wind. Der Landkreis hat sich entschieden, die Partnerschaft mit der Caritas zu beenden, die am 24. März 2022 unterzeichnet wurde. Damals waren die Hoffnungen groß. Caritas-Direktor Michael Weißmann und der Landrat Martin Neumeyer (CSU) hatten sich zusammengetan, um das Krankenhaus Kelheim für die Zukunft fit zu machen. Doch das Projekt war von Anfang an umstritten und wurde von vielen kritisch betrachtet.

Die Caritas übernahm für einen symbolischen Euro die Mehrheit der Anteile und die Kontrolle über das operative Geschäft. Der Landkreis blieb jedoch alleiniger Träger des finanziellen Risikos. Das klang nach einer fairen Lösung, doch die Realität sah ganz anders aus. Die erste Maßnahme der Caritas, die Beauftragung der Bayreuther Oberender AG, sorgte für Aufregung. Diese Beratungsfirma stand bereits 2022 in der Kritik wegen undurchsichtiger Prognosen und überhöhter Honorare. Der Aderlass an Führungskräften, der dort stattfand, ließ viele die Stirn runzeln.

Rückblick auf die Zusammenarbeit

Das von Oberender entwickelte „Zukunftskonzept“ für das Caritas-Krankenhaus St. Lukas wurde als unzureichend wahrgenommen. Denn es ignorierte nicht nur die bundesweiten Trends, sondern auch den drängenden Fachkräftemangel. Und das kleine Krankenhaus in der Nähe von Regensburg – nun, das wurde einfach nicht richtig gewürdigt. Die versprochenen Neuerungen, wie etwa in der Urologie oder Geriatrie, blieben aus. Die Geschäftsführerin, die schließlich entlassen wurde, hatte das Vertrauen verloren. Der Vertrag mit Oberender endete in beiderseitigem Einvernehmen, aber die Wunden waren bereits geschlagen.

Die Schließung des Operationsbereichs kostete den Landkreis rund drei Millionen Euro, da notwendige Instandhaltungsarbeiten vernachlässigt worden waren. Das ist schon eine Hausnummer. Als dann der neue Landrat Christian Nerb (Freie Wähler) sein Amt antrat, stellte er die Kooperation auf den Prüfstand. Und was kam dabei heraus? Ein einstimmiger Beschluss der Kreisräte verschiedener Fraktionen, die Partnerschaft zu beenden. Das Krankenhaus wird künftig wieder unter dem Namen Kreiskrankenhaus Kelheim firmieren, und der Landrat verspricht, die Klinik als Grund- und Regelversorger zu erhalten – mit vollem Leistungsumfang und gesicherten Arbeitsplätzen.

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Ausblick und Zukunft

Was bedeutet das für die Menschen hier in Kelheim? Ein gewisses Maß an Hoffnung, könnte man sagen. Die Entscheidung, das Krankenhaus zurück in die Hände des Landkreises zu geben, könnte einen Neuanfang darstellen. Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich ein verlässliches Gesundheitssystem. Und wenn Landrat Nerb sein Versprechen hält, könnte das Krankenhaus wieder zu einem Ort werden, an dem man sich wohlfühlt und gut versorgt wird. Die turbulente Zeit ist vielleicht vorbei, doch die Herausforderungen bleiben. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln und ob das Kreiskrankenhaus Kelheim den Anforderungen der Zukunft gerecht werden kann.

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