Ein ganz normaler Samstagabend auf der A93, der sich schnell zu einem unheimlichen Abenteuer entwickelte. Eine 88 Jahre alte Dame, die anscheinend mit den Richtungsfahrbahnen durcheinandergeraten war, rollte in die falsche Richtung Richtung Regensburg. Unbemerkt blieb sie eine ganze Weile auf dem linken Fahrstreifen unterwegs – ohne Licht, versteht sich. Wie ein Geist, der über die Autobahn schwebt, ignorierte sie die Leitplanke und schien einfach ihren eigenen Weg zu gehen. Es war nicht nur gefährlich, sondern auch ein bisschen surreal.

Doch ein 58-jähriger Zeuge aus München, der die Situation rechtzeitig bemerkte, trat in Erscheinung. Er erkannte die Gefahr und begleitete die Geisterfahrerin auf der Gegenfahrbahn, während er gleichzeitig die Polizei informierte. In einer Art stillschweigender Mission hielt er sie für etwa 15 Minuten im Auge, stets darauf bedacht, ihren Standort weiterzugeben. An der Ausfahrt Mainburg machte die Dame eine kurze Pause, als ob sie eine kleine Verschnaufpause benötigte, doch dann setzte sie ihre Fahrt fort und verließ die Autobahn an der Ausfahrt Aiglsbach, wo sie schließlich auf die richtige Spur nach München abbog.

Die Polizei schlägt zu

Die Polizei hatte zwischenzeitlich Wind von der unkonventionellen Tour des unerschrockenen Fahrers bekommen und konnte die 88-Jährige an der Ausfahrt Wolnzach schließlich stoppen. „Ich bin nicht ortskundig und habe die Richtungsfahrbahnen vertauscht“, gab sie zu Protokoll. Es ist kaum zu glauben, dass es tatsächlich so weit kommen konnte. Der Fahrzeugschlüssel wurde an ihre Angehörigen übergeben, während ihr Führerschein direkt vor Ort sichergestellt wurde. Wer weiß, vielleicht wird sie in Zukunft lieber auf den Bus umsteigen. Weitere Zeugen der Geisterfahrt wurden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei-Inspektion in Ingolstadt zu melden.

Auch wenn diese Geschichte noch recht glimpflich ausging, ist sie nicht die einzige ihrer Art auf der A93. Ein weiteres Mal – am 15. Januar 2026 – sorgte ein 49-jähriger Bulgare für Aufregung. Er wendete seinen Opel Movano mitten im Stau, der durch eine Tunnel-Sperrung vor dem Pfaffensteiner Tunnel verursacht wurde, und fuhr in die Gegenrichtung durch die Rettungsgasse. Ein gefährlicher Manöver, das nur noch durch die Tatsache übertroffen wurde, dass er sich später bei seiner Wohnadresse in Regensburg wiederfinden ließ. Ermittlungen gegen ihn laufen, und Zeugen, die sich durch seine Geisterfahrt gefährdet fühlten, wurden ebenfalls aufgefordert, sich bei der Verkehrspolizei in Regensburg zu melden.

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Ein Phänomen der Autobahn

Und so bleibt die A93 ein Ort, an dem sich nicht nur Reisen, sondern auch Abenteuer und, ja, gelegentlich auch die ein oder andere Geisterfahrt abspielen. Mal sind es ältere Damen, die sich verirren, mal unüberlegte Autofahrer, die in einem Moment der Unachtsamkeit eine riskante Entscheidung treffen. Es ist eine ständige Erinnerung daran, wie wichtig es ist, aufmerksam und vorsichtig zu sein, egal ob man selber fährt oder auf der Autobahn unterwegs ist. Die Autobahn ist mehr als nur eine Straße – sie ist ein Raum voller Geschichten, die oft unerwartet und unverhofft daherkommen. Und vielleicht sollten wir alle ein wenig mehr aufeinander achten, damit solche Geschichten nicht in einem Unglück enden.

Wie es aussieht, ist das Thema Geisterfahrer nach wie vor relevant, und jeder kann auf der Autobahn in eine ungewollte Situation geraten. Das ist die Realität, mit der wir alle leben müssen. Und wir hoffen, dass alle Beteiligten – egal ob Fahrer, Zeuge oder Polizist – weiterhin so besonnen handeln wie in diesen beiden Vorfällen.

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