Am Sonntagabend wurde Kaufbeuren zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses: Ein Benefizkonzert mit sieben Chören versammelte zahlreiche Musikliebhaber, um das Crescentiakloster zu unterstützen. Unter dem Motto „Singen für das Kloster“ wurde ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität gesetzt. Die Oberin des Klosters, Schwester Johanna Maria Höldrich, hieß die Gäste herzlich willkommen und übergab ihnen die Programmhefte, während im Hintergrund das Kloster, dessen Giebelbereich eingestürzt ist, für die anstehenden Reparaturen auf eine Summe von über 400.000 Euro angewiesen ist.
Das Konzert, organisiert von Daniel Herrmann, einem engagierten Kirchenmusiker und Chorleiter, bot eine beeindruckende Vielfalt an musikalischen Darbietungen. Jeder der sieben Chöre wählte drei Lieder aus ihrem Repertoire aus, was das Publikum in eine klangliche Reise entführte. Den Auftakt gab der Gospelchor von St. Martin, gefolgt vom Frauenchor der Musikschule, die mit ihren Stimmen einen festlichen Rahmen verliehen.
Ein Abend voller musikalischer Höhepunkte
Besonders bemerkenswert war das Pippi-Langstrumpf-Potpourri des Chors Tourdion, das die Herzen der Zuhörer im Sturm eroberte. Auch der Männerchor Liederkranz aus Marktoberdorf, der als Gast auftrat, trug zur Feier des Abends bei. Das A capella Ensemble und das Ensemble Schall & Schmauch sorgten für zusätzliche musikalische Akzente, während die Kaufbeurer Martinsfinken mit klassischen Stücken brillierten. Den krönenden Abschluss bildete das gemeinsame Lied „Gott segne und behüte uns“, das die Verbundenheit der Gemeinschaft spürbar machte.
Der Abend zeigte eindrucksvoll die Stärke der Kaufbeurer Chöre und das große Engagement der Bevölkerung, die zusammenkam, um für das Kloster zu sammeln. Die Oberin betonte, dass das Kloster die hohen Reparaturkosten nicht allein stemmen kann, was die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen unterstreicht. Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist von unschätzbarem Wert und zeigt, dass gerade in schwierigen Zeiten die Gemeinschaft zusammenhält.
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Klosters
Das Crescentiakloster hat in der Region eine lange Tradition und ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein kulturelles Zentrum. Die Sanierung des Dachstuhls ist entscheidend für die Zukunft des Klosters, das vielen Menschen als Rückzugsort dient. Durch die Initiative der Chöre und die rege Teilnahme der Besucher wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um dieses Erbe zu bewahren.
Mit dem Benefizkonzert wurde ein starkes Zeichen für die Gemeinschaft gesetzt. Es zeigt, wie Musik Menschen verbindet und wie wichtig es ist, in schwierigen Zeiten zusammenzustehen. Die Kaufbeurer Chöre haben nicht nur ihr musikalisches Talent unter Beweis gestellt, sondern auch ihr Herz für die gute Sache geöffnet. Lasst uns hoffen, dass die notwendigen Mittel schnell zusammenkommen, damit das Crescentiakloster bald wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.