Der Frühling 2026 bringt frische Hoffnung und neue Perspektiven in den Blickpunkt, besonders für die Menschen in Armenien. Renovabis, das katholische Osteuropa-Hilfswerk, hat sich in dieser Zeit der Herausforderung angenommen und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Schicksale der Geflüchteten, die nach der Vertreibung aus Bergkarabach in Armenien ein neues Leben suchen. Es ist eine Zeit der Veränderung, und am 7. Juni 2026 stehen die Parlamentswahlen an. Ein entscheidender Moment für die Demokratie und die Zukunft des Landes.

Die Pfingstaktion 2026 von Renovabis trägt das Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ und läuft bis zum 24. Mai. Diese Aktion wird durch den Katholikentag in Würzburg unterstützt, der unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ gesellschaftliche Debatten anregt. In Podiumsdiskussionen werden wichtige Themen wie Fachkräftemangel, Migration und bedrohte Freiheitsrechte behandelt. Dabei wird deutlich, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt, die internationale Solidarität und das Engagement der EU für die Vertriebenen in Armenien von zentraler Bedeutung sind.

Aktion „zusammen_wachsen“ und ihre Bedeutung

Die Pfingstaktion von Renovabis hat den Fokus auf die menschlichen Schicksale gelegt, die hinter den Zahlen stehen. So wird beispielsweise die Tanzlehrerin Anush Matirosyan vorgestellt, die den Kindern aus Bergkarabach Tanzunterricht gibt und damit nicht nur kulturelle Identität fördert, sondern auch eine Gemeinschaft schafft. Das sind die kleinen Schritte, die Großes bewirken können. Es geht nicht nur um materielle Hilfe, sondern auch um Bildung und gesellschaftliche Integration, die den Menschen helfen soll, sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden.

Thomas Schwartz, der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, warnt eindringlich vor der gesellschaftlichen Spaltung in Europa. Polarisierung, Chancenungleichheit und Populismus sind Themen, die auch in Deutschland und darüber hinaus immer relevanter werden. Die Verantwortung Europas reicht weit über das reine Überleben der Vertriebenen hinaus. Hier wird deutlich, dass die Herausforderungen nicht nur in der Ferne liegen, sondern auch uns direkt betreffen.

Wichtige Veranstaltungen und Diskussionen

Im Rahmen der Pfingstkampagne wird am 12. Mai 2026 eine Podiumsdiskussion im Europäischen Haus in Berlin stattfinden. Hier wird über die politischen Folgen von Flucht und Vertreibung diskutiert. Podiumsteilnehmer wie Prof. Harutyun Harutyunyan von der Universität Erewan und der Botschafter der Republik Armenien in Deutschland, S.E. Viktor Yengibaryan, werden ihre Perspektiven einbringen. Diese Diskussionen sind nicht nur wichtig, sie sind notwendig, um das Bewusstsein für die genannten Themen zu schärfen und die Verantwortlichkeiten der EU zu hinterfragen.

Die militärische Eskalation im Südkaukasus und die Eroberung Berg Karabachs durch Aserbaidschan im Herbst 2023 haben über 100.000 Menschen gewaltsam vertrieben und eine humanitäre Krise ausgelöst. Fragen nach Menschenrechtsschutz und internationaler Verantwortung stehen nun im Raum. Auch die christliche Tradition Armeniens, die an der östlichen Grenze Europas verankert ist, spielt hier eine bedeutende Rolle. Es ist eine Zeit, in der Sicherheit, Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt mehr denn je gefragt sind.

Abschlussgottesdienst und spirituelle Begegnungen

Der Abschlussgottesdienst der Pfingstaktion findet am 24. Mai von 9.30 bis 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Kaufbeuren statt und wird live im ZDF übertragen. Ein besonderer Moment, der weit über die Mauern der Kirche hinaus strahlt. Kollekte in allen katholischen Gottesdiensten Deutschlands am Pfingstsonntag kommt Renovabis zugute – eine kleine Geste, die Großes bewirken kann.

In diesem Sinne: Es bleibt spannend, was die kommenden Wochen bringen werden. Die Menschen im Fokus der Aktionen verdienen nicht nur unser Mitgefühl, sondern auch unser Handeln. Schauen wir gemeinsam nach vorne und tragen wir dazu bei, dass Europa menschlich bleibt.