Am 5. März 2026 fand im Kinderhaus am Freibad in Kaufbeuren ein aufschlussreicher Elternabend zum Thema Medienpädagogik statt. Die Veranstaltung, unterstützt durch die BKK Linde und die Medienpsychologin M.A. sowie Familientherapeutin Frau Unterholzner, zog zahlreiche interessierte Eltern an. Sie hatten die Gelegenheit, sich über den verantwortungsvollen Umgang mit Medien im Familienalltag zu informieren. Ziel des Abends war es, die Eltern zum Nachdenken anzuregen und ihnen hilfreiche Impulse für ihren Alltag zu geben.

Die Dozentin gestaltete den Abend lebendig und praxisnah, indem sie anschauliche Beispiele einbrachte. Aufrüttelnde Einblicke zur kritischen Reflexion des eigenen Medienverhaltens und das der Kinder sorgten für angeregte Diskussionen. Besonders positiv war, dass während der Veranstaltung eine Kinderbetreuung angeboten wurde. Die Kinder verbrachten ihre Zeit im Kinderhaus und bereiteten kleine Häppchen für ein Buffet vor, was die familiäre Atmosphäre zusätzlich förderte. Diese Veranstaltung verdeutlichte das große Interesse der Eltern an Erziehungsthemen und die Bedeutung des Austauschs zwischen Familien und pädagogischen Fachkräften. Mehr Informationen dazu können Sie auch auf der Webseite der Stadt Kaufbeuren nachlesen hier.

Vielfalt der Medienerziehung

Die Fragen zur Medienerziehung sind so vielfältig wie die Kinder selbst. Je nach Alter und Entwicklungsstand stellen sich verschiedene Herausforderungen. Bei Kleinkindern stehen praktische Alltagsfragen im Vordergrund: Ab wann ist Bildschirmnutzung erlaubt? Wie lange dürfen Kinder fernsehen? Und wie können Eltern die Fernsehnutzung im stressigen Alltag begrenzen? Diese Themen wurden ebenfalls angesprochen und fanden großen Anklang unter den anwesenden Eltern.

Für Grundschüler im Alter von 6 bis 10 Jahren, die erste Erfahrungen im selbstständigen Umgang mit digitalen Medien machen, sind wichtige Entscheidungen zu treffen. Viele Kinder besitzen bereits eigene Geräte wie Tablets oder Smartphones. Eltern stehen vor der Herausforderung, bei diesen Entscheidungen unterstützend zur Seite zu stehen. In der weiterführenden Schule wird die Rolle digitaler Medien noch zentraler, da Klassenchats und soziale Medien den Alltag prägen. Fragen wie „Worauf sollte bei der Mediennutzung geachtet werden?“ und „Wie können Jugendliche im Umgang mit digitalen Medien unterstützt werden?“ sind in dieser Lebensphase besonders relevant. Weitere Informationen hierzu gibt es auf der Webseite von Eltern und Medien hier.

Erfahrungen und Perspektiven

Die Erfahrungen aus dem Schulversuch “Digitale Schule 2020” zeigen, dass Eltern bereit sind, medienerzieherische Angebote eher wahrzunehmen, wenn ihr Informationsbedarf im Vorfeld abgefragt wird und die schulischen Angebote sich an diesem Bedarf orientieren. Daher ist es wichtig, Veranstaltungen „von Eltern für Eltern“ anzubieten, bei denen auch die Perspektiven von Schülerinnen und Schülern einfließen. Medientutoren können zudem helfen, das Bewusstsein der Eltern für bestimmte Vorstellungen zu schärfen. Solche Ansätze stärken das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften und fördern eine positive Medienerziehung. Weitere Details hierzu finden Sie auf der Webseite von Mebis hier.