Eisige Zeiten: Kaufbeuren hebt Benutzungsgebühren für das Eisstadion drastisch an
Heute ist der 24.06.2026, und in Kaufbeuren gibt es Neuigkeiten, die man nicht ignorieren kann. Das Eisstadion – ein Ort, der für viele ein zweites Zuhause ist – wird seine Benutzungsgebühren erhöhen. Ja, richtig gehört! Die Anpassungen wurden kürzlich durch den Stadtrat genehmigt, und sie treten bereits am 1. August 2026 in Kraft. In Zeiten, in denen alles teurer wird, bleibt auch das beliebte Eisstadion nicht verschont.
Nun mal Butter bei die Fische: Die Gebühr für Schulklassen und Kita-Gruppen steigt von 35 Euro auf 50 Euro. Das sind satte 42,86 Prozent mehr! Auch für Hobbymannschaften und Vereine wird es teurer – von 165 Euro auf 190 Euro. Bei Buchungen ab zehn Stunden pro Jahr müssen die Nutzer von 157 Euro auf 180 Euro tiefer in die Tasche greifen. Und was ist mit den Inline- und Streethockeyspielern? Hier wird die Sommernutzung von 70 Euro auf 80 Euro erhöht, was, um genau zu sein, einer Erhöhung von 14,29 Prozent entspricht. Die Stadtverwaltung rechnet mit einem zusätzlichen Umsatz von über 15.000 Euro pro Saison. Die Nachfrage, so die Einschätzung, ist jedoch nicht gefährdet. Das Stadion ist mehr als ausgelastet.
Finanzielle Hintergründe
Doch was steckt wirklich hinter diesen Anpassungen? Oberbürgermeister Stefan Bosse hat in einem Video klargestellt, dass die Stadt Kaufbeuren nicht wegen des Eisstadions sparen muss. Vielmehr leidet man unter einer strukturellen Unterfinanzierung. Kaufbeuren plant für 2025 Ausgaben von rund 240 Millionen Euro für kommunale Aufgaben – dazu gehören Straßenbeleuchtung, Spielplätze und die Unterstützung des defizitären Klinikums, das mit 6 Millionen Euro zu Buche schlägt. Das Eisstadion selbst verursacht jährliche Kosten von etwa 1,6 Millionen Euro. Im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten nimmt Kaufbeuren mit rund 1.000 Euro pro Einwohner nur halb so viel ein wie der Durchschnitt von 1.900 Euro. Es fehlen also jährlich etwa 30 Millionen Euro, um auf den Durchschnitt zu kommen.
Um die Neuverschuldung zu begrenzen, hat die Stadtverwaltung Maßnahmen ergriffen. Weniger Blumenschmuck? Das spart jährlich rund 50.000 Euro. Auch die „Rathauspost“, die nur noch einmal jährlich erscheint, soll die Druckkosten reduzieren. Die Schließung einer öffentlichen Toilette wirkt sich ebenfalls positiv auf den städtischen Haushalt aus – hier bleiben immerhin 25.000 Euro jährlich eingespart. Zudem verlangt der Freistaat Bayern Anpassungen der Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern, um auf das Durchschnittsniveau zu kommen.
Ein Aufruf zur Solidarität
Dennoch bleibt Bosse optimistisch. Er spricht von 3,5 Millionen Euro Stabilisierungshilfen, die die Stadt in diesem Jahr vom Freistaat Bayern erhält. Um weiterhin förderfähig zu bleiben, muss Kaufbeuren strenge Sparvorgaben einhalten. Er ruft die Bürger zur Solidarität auf und ermutigt sie, sich an wichtigen Projekten zu beteiligen. In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen.
Das Eisstadion wird also nicht nur für die Sportler, sondern auch für die Stadt Kaufbeuren eine Herausforderung darstellen. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie sich die finanziellen Rahmenbedingungen entwickeln und ob die Anpassungen die erhoffte Wirkung zeigen werden. Eines ist sicher: Das Eisstadion bleibt ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt – und das ist auch gut so!
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