Die Deko-Kette Depot sorgt aktuell für Aufregung in Bayern, denn mit der Ankündigung der Schließung von 66 Filialen geht eine lange und bewegte Geschichte zu Ende. Der Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung wurde bereits im Mai 2024 beim Amtsgericht Aschaffenburg gestellt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Kette in die Krise gerät – vor zwei Jahren war bereits die erste Insolvenz zu verzeichnen. 2024 musste Depot deutschlandweit schon 250 Geschäfte schließen und hat nun nur noch 155 übrig. In Bayern betrifft es zehn Filialen, darunter auch zwei in der bayerischen Landeshauptstadt München. Die Standorte in Bayreuth, Coburg, Erlangen, Kaufbeuren, Kempten, München (Sendlinger Straße und Willy-Brandt-Platz), Passau, Pfarrkirchen und Rothenburg ob der Tauber stehen auf der Abschussliste. Ein trauriges Kapitel für alle Deko-Fans.

Aber wer hätte gedacht, dass das Schicksal von Depot noch nicht besiegelt ist? Im April 2025 übernahm die GDC Deutschland GmbH den Betrieb, und die Marke Depot lebt weiter, wenn auch in kleinerem Rahmen. Christian Gries, der Eigentümer, kehrte zurück und leitet nun die Geschicke des Unternehmens – mit einem neuen Konzept. Die Herausforderungen, die während und nach der Corona-Pandemie auftraten, waren gewaltig: Kaufzurückhaltung, steigende Kosten und ein harter Wettbewerb zerrten an den Nerven. In der Folge wurden nicht nur mehr als 100 Filialen geschlossen, sondern rund 2.000 Stellen gestrichen. Jetzt sollen nur noch 150 bis 180 Standorte deutschlandweit bestehen bleiben.

Ein neuer Anfang mit Herausforderungen

Die Insolvenz in Eigenverwaltung, die am 15. Juli 2024 beantragt wurde, war ein drastischer Schritt, aber kein Grund zur Panik. Depot geht mit einem schlankeren, digitaler ausgerichteten Konzept an den Start. 165 Shop-in-Shop-Flächen in Supermärkten bleiben bestehen, und Gutscheine aus dem Insolvenzverfahren sind mittlerweile wieder einlösbar. Doch die Unsicherheit über die Zukunft der Mitarbeitenden bleibt, was immer wieder ein schmerzhafter Punkt ist. Die alte Gries Deco Company GmbH wird abgewickelt, während die neue Gesellschaft keine Altverbindlichkeiten übernimmt – ein echter Neuanfang, aber mit einem hohen Preis.

Die Probleme von Depot sind nicht isoliert. Der deutsche stationäre Einzelhandel hat in den 2020er Jahren mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Die Schließungen in der Schweiz und Österreich zeigen, dass die Schwierigkeiten grenzüberschreitend sind. Doch während viele Unternehmen im Schatten der Krise untergehen, setzt Depot auf einen radikalen Schnitt, um zu überleben. Es bleibt zu hoffen, dass die Kunden dem neuen Konzept treu bleiben und Depot eine zweite Chance erhält. Schließlich ist es nicht nur eine Kette für Wohnaccessoires und Dekoration, sondern auch ein Teil der bayerischen Einzelhandelslandschaft, der uns allen ans Herz gewachsen ist.

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Die Zeit wird zeigen, ob dieser Neuanfang tatsächlich gelingt. Wir können nur hoffen, dass Depot mit frischem Wind und neuen Ideen die Herzen der Deko-Liebhaber zurückgewinnt und uns weiterhin mit schönen Wohnaccessoires erfreut. In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt die Sehnsucht nach einem gemütlichen Zuhause und ein wenig Kreativität zum Dekorieren bestehen. Und dafür braucht es auch in Zukunft Plätze wie Depot.

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