Heute ist der 13.02.2026, und in Kaufbeuren versammelten sich rund 400 Menschen, um gegen eine AfD-Veranstaltung mit Tino Chrupalla zu demonstrieren. Trotz der widrigen Wetterbedingungen mit einstelligen Temperaturen, Wind und Regen hielten die Demonstrierenden über mehrere Stunden durch. Laut Veranstalter waren etwa 500 Personen zur AfD-Veranstaltung im Kaufbeurer Stadtsaal gekommen. Die Gegendemonstration wurde vom „Bündnis für Demokratie und Menschenwürde e.V.“ sowie mehreren lokalen Gruppen gegen Rechts organisiert.
Unter den Anwesenden befanden sich Mitglieder des Kaufbeurer Stadtrats, das Bündnis Kaufbeuren gegen Rechts und die Initiative Omas/Opas gegen Rechts. Während der Veranstaltung nahm Britta Hasselmann, eine Bundespolitikerin der Grünen, das Wort und kritisierte die Politik der AfD als gegen die Menschenwürde gerichtet. Auch Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse sprach sich klar gegen die „Tonspur am rechten Rand“ aus. Sergio Serafim von Kaufbeuren gegen Rechts und Timo Messer von der Kaufbeurer Linken forderten ein AfD-Verbot, betonten jedoch auch die Wichtigkeit individueller Verantwortung.
Gesellschaftliche Verantwortung und historische Reflexion
SPD-Stadtrat Pascal Lechler warnte in seinen Ausführungen vor der Spaltung der Gesellschaft durch die AfD und erinnerte an die dunkle Rolle Kaufbeurens in der Nazi-Zeit. Diese historische Reflexion ist besonders wichtig, da Deutschland im Februar 2026 zahlreiche Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, Hass und Antisemitismus plant. Diese Demos sind Teil einer breiteren Bewegung für Demokratie und Toleranz. Veranstaltungen wie Workshops, Lesungen und Gesprächsrunden sind in verschiedenen Bundesländern vorgesehen, um auf die Gefahren von rechtsextremer Hetze aufmerksam zu machen. Die Termine werden kontinuierlich aktualisiert und umfassen auch Online-Events.
Besonders in Bayern sind am 1. und 2. Februar 2026 mehrere Veranstaltungen gegen Rassismus und rechte Ideologien geplant, darunter ein Stammtisch in Altötting und ein Infostand zur Kommunalwahl in Würzburg. Diese Aktivitäten zeigen, wie wichtig die Mobilisierung gegen rechtsextreme Strömungen in der Gesellschaft ist und wie viele Menschen bereit sind, für Demokratie und Menschenrechte einzutreten. Auch in Kaufbeuren zogen nach dem Ende der AfD-Veranstaltung einige Demonstranten weiter nach Mauerstetten, um gegen eine weitere AfD-Veranstaltung zu protestieren.
Ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus
Die Polizei Kaufbeuren, unterstützt von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, verzeichnete während der Veranstaltungen keine Störungen oder Zwischenfälle. Dies zeigt, dass die friedlichen Proteste auch in schwierigen Wetterbedingungen erfolgreich durchgeführt werden können. Es ist ein starkes Zeichen der Zivilgesellschaft, dass sich viele Menschen gegen das Aufkommen von Extremismus und Intoleranz einsetzen.
Die aktuellen Demonstrationen sind nicht nur ein lokales Phänomen, sondern Teil einer breiten gesellschaftlichen Bewegung gegen Rechtsextremismus und für eine demokratische Gesellschaft. Solche Aktionen sind von zentraler Bedeutung, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und die demokratischen Werte zu verteidigen. Weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen und Demos finden Sie unter diesem Link.
Für die Zukunft ist es entscheidend, dass die Gesellschaft wachsam bleibt und sich aktiv gegen Extremismus und Rassismus einsetzt. Die Ereignisse in Kaufbeuren sind ein eindringlicher Appell an alle, sich für die Werte von Demokratie, Toleranz und Menschenwürde starkzumachen.
Für mehr Informationen über die historische Rolle Kaufbeurens und die aktuellen Entwicklungen in der politischen Landschaft besuchen Sie bitte diese Seite.