Heute ist der 3.05.2026 und in Ingolstadt hat sich beim Stadtjugendring (SJR) einiges getan. Die Frühjahrsvollversammlung brachte nicht nur personelle Veränderungen, sondern auch frischen Wind in die Jugendarbeit der Stadt. Annika Kupke, die nach 18 Jahren im Vorstand und 8 Jahren als Vorsitzende nicht mehr kandidierte, hinterlässt eine große Lücke. Ihr Nachfolger, Sebastian Schäfer, bisher Stellvertreter und Delegierter der evangelischen Jugend, wurde einstimmig gewählt. Eine Entscheidung, die für viele nicht nur nachvollziehbar, sondern auch sehr erfreulich ist.
In der Versammlung wurde Franziska Gampenrieder von der katholischen Jugend zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Positionen der Beisitzer wurden ebenfalls neu besetzt – von sieben verfügbaren Posten sind nun sechs vergeben. Tatjana Astafurov (katholische Jugend), Isabell Schlögl (Bund Naturschutz), Cornelia Böhm (freie Persönlichkeit) und Bernd Schuhmacher (DLRG) dürfen sich über ihre Wiederwahl freuen, während Lisa Löser (evangelische Jugend) nicht mehr kandidierte. Neu im Vorstand sind Maythe Binder (evangelische Jugend) und Christiane Körner (Jugendrotkreuz).
Aktive Jugendarbeit und politische Forderungen
Die Versammlung war nicht nur eine Wahlveranstaltung, sondern auch eine Plattform für den Austausch über die Angebote der Jugendarbeit in Ingolstadt. Annika Kupke und Sebastian Schäfer berichteten über die zahlreichen Projekte und Initiativen, die den Jugendlichen in der Stadt zur Verfügung stehen. Besonders wichtig ist dem Vorstand, dass sie sich aktiv in den Kommunalwahlkampf einmischen und jugendpolitische Forderungen lautstark vertreten. Kinder und Jugendlichen sollen sichere Räume geboten werden, und viele Jugendverbände arbeiten an Schutzkonzepten, um dies zu gewährleisten.
Der kommunale Jugendpfleger Alexander Angermann erläuterte während der Versammlung die rechtlichen Grundlagen für diese Schutzkonzepte. Ein wichtiger Bestandteil ist die Einholung erweiterter Führungszeugnisse, die eine Voraussetzung für öffentliche Förderungen darstellen. Es wird deutlich, dass die Sicherheit der Jugendlichen bei allen Aktivitäten im Vordergrund steht. Das Engagement der Jugendverbände ist bemerkenswert und zeigt, dass hier nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird.
Ein Abschied und ein neuer Anfang
Ein weiterer emotionaler Moment war der Abschied von Stefan Moser, der nach 44 Jahren, davon 18 Jahre als Geschäftsführer, in den Ruhestand geht. In dieser Zeit hat er viel bewegt und hinterlässt ein starkes Erbe. Dieter Edenharter wird ab dem 1. Mai die Geschäftsführung übernehmen und es bleibt abzuwarten, wie er die Tradition fortführen und neue Impulse setzen wird.
Die Versammlung würdigte sowohl Annika Kupke als auch Stefan Moser, und man spürte die Dankbarkeit der Anwesenden für ihre langjährige Arbeit. Ein weiterer Punkt, der die Anwesenden beschäftigte, war die Planung einer gemeinsamen stadtweiten Aktion der Jugendverbände – das könnte spannend werden!