Am 15. Mai 2026 war es endlich wieder so weit – das 17. Kommunbrauertreffen der Haßbergbrauer fand in Junkersdorf bei Königsberg statt! Hier, im Herzen der Haßberge, treffen sich die leidenschaftlichen Braumeister und Brauhelfer aus der Region, um ihre Liebe zur fränkischen Braukultur zu feiern. Es ist nicht nur ein Treffen, sondern auch ein starkes Bekenntnis zum ehrenamtlichen Zusammenhalt in dieser lebendigen Gemeinschaft. Und das Ganze natürlich mit einem kühlen Bier in der Hand!

Insgesamt 65 Brauer waren angereist, um ihre Erfahrungen auszutauschen und die Tradition des Bierbrauens zu pflegen. Das Event findet immer traditionell am ersten Samstag nach dem Tag des Bieres, also nach dem 23. April, statt. Ein bisschen wie ein großes Familientreffen – nur dass die Familie hier aus Bierliebhabern besteht! Der Höhepunkt des Tages war die Führung durch das historische Brauhaus von 1733, das Junkersdorfer Brauhaus, das seit den 1870er Jahren ununterbrochen in Betrieb ist. Das ist schon eine Leistung für sich, oder?

Ein Stück lebendige Brautradition

Das Junkersdorfer Brauhaus ist das einzige Kommunbrauhaus der Region, in dem die Brautätigkeit nie zum Stillstand kam. Die Brauanlage beeindruckte mit ihrem offenen Sudkessel und dem Kühlschiff – ein echtes Paradies für alle, die die Geheimnisse des Brauens ergründen wollen. Landrat Wilhelm Schneider, Bürgermeister Claus Bittenbrünn und Bürgermeister Johannes Burkard waren natürlich auch dabei, um die Veranstaltung mit ihren Präsenz zu bereichern. In einem feierlichen Moment wurde Wilhelm Schneider zum Ehrenmitglied der Hausbrauer ernannt – eine Auszeichnung, die wohl kaum jemand besser verdient hat!

Ein weiterer Höhepunkt war die Bierverkostung, die von Biersommelier Norbert Hümmer geleitet wurde. Hier gab es eine breite Palette regionaler Biere zu probieren – von alkoholfreiem Genuss bis hin zum kräftigen Bockbier. Es ist beeindruckend, wie die Haßberge eine lebendige Brautradition entwickelt haben, die in ihrer Vielfalt mit anderen Kulturgütern vergleichbar ist. Und das alles dank der ehrenamtlichen Brauer und Vereinsmitglieder, die unermüdlich daran arbeiten, diese Tradition am Leben zu halten.

Was ist ein Kommunbrauhaus?

Ein Kommunbrauhaus ist im Grunde genommen ein von der Gemeinde eingerichtetes Brauhaus, das oft zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert entstand. Der Zweck? Bürger können dort ihr eigenes Bier brauen! Um das Braurecht zu erhalten, benötigten die Bürger Rechte und ein eigenes Haus oder Grundstück. In Franken, besonders in der Oberpfalz, sind diese Brauhäuser eine echte Institution. Viele von ihnen sind noch aktiv und bieten Bürgern die Möglichkeit, gegen eine Gebühr die Räumlichkeiten zu nutzen. Ein Braumeister überwacht den Brauvorgang und sorgt dafür, dass alles nach den Vorschriften des Hauptzollamts abläuft – schließlich gibt es da die Biersteuer, die auch bedacht werden muss. Einige Gemeinden sind sogar so großzügig, dass sie das Brauen auch Bürgern ohne Grundbucheintrag erlauben!

Und nach dem Brauen? Da wird das Bier oft zu Hause weiterverarbeitet, ganz nach dem eigenen Geschmack und in eigener Verantwortung. Ein typisches Beispiel für ein solches Bier ist der oberpfälzische Zoigl – ein echtes Geschmackserlebnis!

So zeigt das Kommunbrauwesen in Bayern nicht nur die handwerkliche Leidenschaft der Brauer, sondern auch eine tiefe Verbundenheit zur Heimat und zur Brautradition, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Ein Fest wie das Kommunbrauertreffen ist nicht nur eine Feier des Bieres, sondern auch eine Feier der Gemeinschaft und des kulturellen Erbes, das die Haßberge prägt.