Am 11. Mai 2026 war es wieder so weit: Das 17. Kommunbrauertreffen der Haßbergbrauer fand in Junkersdorf bei Königsberg statt. Und was für ein Fest das war! Unter dem Motto „Wir brauen nicht für die Perfektion, sondern aus Leidenschaft“ versammelten sich 65 Braumeister und Brauhelfer aus der Region, um ein Zeichen für die fränkische Braukultur und den ehrenamtlichen Zusammenhalt zu setzen. Der Tag begann mit einer Führung durch das historische Brauhaus von 1733, das nicht nur die Zeit überdauert hat, sondern auch eine lebendige Brautradition repräsentiert.
Das Junkersdorfer Brauhaus hat eine besondere Geschichte. Es ist das einzige Kommunbrauhaus der Region, das seit den 1870er Jahren durchgehend aktiv ist. Hier beeindruckte die Brauanlage mit einem offenen Sudkessel und Kühlschiff – ein Anblick, der die Herzen der Bierliebhaber höher schlagen lässt. Und während Landrat Wilhelm Schneider und die Bürgermeister Claus Bittenbrünn und Johannes Burkard anwesend waren, wurde Schneider sogar zum Ehrenmitglied der Hausbrauer ernannt. Eine Ehre, die nicht jeder Tag bringt!
Ein Hoch auf die fränkische Braukultur
Die Veranstaltung war nicht nur ein Fest des Bieres, sondern auch ein Dank an die ehrenamtlichen Brauer, Helfer und Vereinsmitglieder, die sich unermüdlich für den Erhalt der fränkischen Braukultur einsetzen. Die Haßberge haben eine lebendige Brautradition entwickelt, die sich mit anderen regionalen Kulturgütern durchaus vergleichen lässt. Ehrlich gesagt, wenn man die Vielfalt der regionalen Biere sieht – von alkoholfrei bis Bockbier – wird einem erst richtig bewusst, welche Schätze hier in der Region schlummern.
Ein ganz besonderer Teil des Treffens war die Bierverkostung, die von Biersommelier Norbert Hümmer geleitet wurde. Hier konnte man in die verschiedenen Geschmäcker eintauchen und sich von der Vielfalt der fränkischen Biere begeistern lassen. Man hätte fast denken können, dass die ganze Welt des Bieres sich in einem Glas vereint! Die Vorliebe für handwerkliche Braukunst zieht sich wie ein roter Faden durch die Region.
Gemeinschaft und Leidenschaft
Doch wie kommt man eigentlich zu dieser Leidenschaft für das Bierbrauen? Der Verein zur Förderung der fränkischen Braukultur e.V., der im Februar 2002 gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau dies zu fördern. Im Gasthaus „Zum Schloss“ in Tennenlohe entstand eine Gemeinschaft von Idealisten, die sich für das Bierbrauen und dessen Brauchtum interessieren – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Viele Mitglieder fanden ihren Weg zur fränkischen Braukunst durch Braukurse an Volkshochschulen oder durch traditionelle Brauvorführungen seit 1998.
Regelmäßige Treffen im Schlössla ermöglichen einen Austausch von Erfahrungen und Ideen. Die Gründung des Vereins war ein wichtiger Schritt, um die regionalen Aktivitäten unter Schirmherrschaft der Vereinigung der Haus- und Hobbybrauer in Deutschland e.V. (VHD) zu bündeln. Man spürt einfach die Leidenschaft in der Luft, wenn sich Gleichgesinnte treffen und über ihre Erlebnisse beim Brauen plaudern.
Wenn man also am 11. Mai 2026 in Junkersdorf war, konnte man nicht nur Bier genießen, sondern auch ein Stück fränkische Geschichte erleben. Ein herzliches Prost auf die Braukultur in den Haßbergen, die auch in Zukunft lebendig bleiben wird!