Heute ist der 6.03.2026 und in Günzburg hat die Podiumsdiskussion der Oberbürgermeisterkandidaten im Forum am Hofgarten großes Interesse geweckt. Mehr als 1000 Menschen verfolgten die zweistündige Veranstaltung, in der Leserinnen und Leser ihre Fragen an die Kandidaten richten konnten. Nicht alle Fragen konnten während der Diskussion beantwortet werden, doch die Kandidaten haben sich bereit erklärt, weitere Fragen schriftlich zu klären. Die vollständigen Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie in einem Artikel der Augsburger Allgemeinen.
Die Themen reichten von der Wiederherstellung des Spazierweges im Birketwald über die Katzenschutzverordnung bis hin zu Fragen zur Verkehrssicherheit von E-Scootern und Radfahrern. Die Kandidaten stellten dabei unterschiedliche Ansätze und Lösungen vor, um die Anliegen der Bürger zu adressieren.
Einblick in die Antworten der Kandidaten
Eines der prominentesten Themen war die Wiederherstellung des Spazierweges im Birketwald. Stefan Baisch plädierte dafür, die Verwaltung prüfen zu lassen, während Caisa Börjesson bereits konkrete Maßnahmen durch Waldarbeiter ansprach und die Erneuerung des Waldlehrpfades beantragte. Auch Martin Endhardt und Michael Jahn äußerten sich positiv zur schnellen Wiederherstellung und zum Erhalt der Naherholungsgebiete.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Katzenschutzverordnung in Günzburg. Stefan Baisch kündigte an, diese im Sinne des Tierschutzes umzusetzen, wenn es rechtlich möglich sei. Caisa Börjesson hingegen hielt die Verordnung nicht für sinnvoll und setzte auf Aufklärung und freiwillige Maßnahmen. Michael Jahn sprach sich klar für eine Katzenschutzverordnung aus, während Martin Endhardt Tierschutzaktionen unterstützte und eine Diskussion im Stadtrat anregte.
Silvesterknallerei und E-Scooter
Das Thema Silvesterknallerei wurde ebenfalls diskutiert. Während Caisa Börjesson ein Böllerverbot befürwortete und eine Drohnenshow als umweltschonende Alternative vorschlug, stellte Stefan Baisch klar, dass ein generelles Verbot nicht möglich sei. Martin Endhardt kündigte an, einen Antrag für eine Drohnenshow zur nächsten Jahreswende zu stellen, während Michael Jahn auf bessere Schutzmaßnahmen in der Altstadt hinwies.
Das Verkehrswidrigfahren von E-Scootern und Radfahrern erfordert ebenfalls Lösungen. Hier forderte Caisa Börjesson verstärkte Kontrollen und eine Sensibilisierungskampagne. Stefan Baisch plädierte für die Einbeziehung von Polizei und Sicherheitsdiensten, während Martin Endhardt auf Aktionen zur Rücksichtnahme setzte.
Wohnen und Jugendförderung
Ein weiteres zentrales Thema war der barrierefreie Wohnraum in Günzburg. Alle Kandidaten betonten die Notwendigkeit, barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Caisa Börjesson hob hervor, dass Barrierefreiheit in der Stadtgestaltung und im ÖPNV wichtig sei, während Michael Jahn bereits konkrete Beispiele wie die barrierefreien Wohnungen am Auweg erwähnte.
Die Förderung der Jugend war ein weiterer wichtiger Punkt. Kandidaten wie Stefan Baisch und Caisa Börjesson setzten sich für eine Ausweitung der kommunalen Jugendarbeit ein und forderten die Einführung eines Jugendforums oder -beirats. Martin Endhardt sprach von konkreten Planungen und Entwürfen, während Michael Jahn die Schaffung eines Jugendzentrums anregte.
Die Katzenschutzverordnung im Detail
Im Zusammenhang mit der Katzenschutzverordnung ist es wichtig, einige Fakten zur Kastration von Katzen zu kennen. Die Kastration ist ein Routineeingriff, der in der Regel problemlos verläuft. Dabei werden bei weiblichen Katzen die Eierstöcke entfernt und bei männlichen Katern die Hoden. Der empfohlene Kastrationszeitpunkt liegt zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat. Die Kosten für diesen Eingriff bewegen sich zwischen 150 und 250 Euro, in bestimmten Fällen bis zu 300 Euro. Die Vorteile der Kastration sind vielfältig: Sie führt zur Unfruchtbarmachung, verringert die Streitigkeiten mit Artgenossen und senkt das Risiko von Verletzungen und Krankheitsübertragungen. Zudem wird das Risiko von Verkehrsunfällen reduziert, da Katzen nicht mehr auf der Suche nach Geschlechtspartnern sind. Bei weiblichen Katzen entfällt die Dauerrolligkeit, was die Lebensqualität der Tiere erheblich steigert. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Tierschutzbundes.
Die Podiumsdiskussion hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Anliegen der Bürger sind und wie vielfältig die Ansätze zur Lösung dieser Probleme sind. Die Kandidaten müssen nun die richtigen Prioritäten setzen, um Günzburg zu einem noch lebenswerteren Ort zu machen. Es bleibt spannend zu beobachten, welche Maßnahmen letztlich umgesetzt werden und wie die Bürger auf die Vorschläge reagieren.