Kistenchaos im Sommer: Warum wir alle für volle Regale sorgen müssen
Heute ist der 27.06.2026 und während wir hier in Günzburg die heißen Sommertage genießen, gibt es ein ganz anderes Thema, das die Getränkewelt beschäftigt. Mit den Temperaturen, die uns die letzten Wochen ordentlich ins Schwitzen gebracht haben, erleben wir einen Anstieg beim Getränkekonsum. Kühlschränke und Keller verwandeln sich in wahre Umschlagplätze für Wasser, Säfte und Bier. Doch hier kommt das große Problem: Die leeren Getränkekisten kehren langsamer zurück, als neue Kisten ausgeliefert werden. Das sorgt für ein echtes Durcheinander in der Produktionskette!
Rudolf Feuchtmayr, der Geschäftsführer der Schlossbrauerei Autenried, macht klar, dass dies bei anhaltend warmem Wetter ein wiederkehrendes Problem ist. Besonders betroffen sind alkoholfreie Getränke und Mineralbrunnen. Es ist kaum zu fassen, aber aktuell kommen rund ein Drittel weniger Leergut zurück, als die Brauereien abfüllen können. Wenn man darüber nachdenkt, ist das schon ziemlich frustrierend. Ohne die zurückgebrachten Kisten kann nicht neu abgefüllt werden, und das hat natürlich Auswirkungen auf die gesamte Branche.
Die Leergutreserve und ihre Bedeutung
Die Schlossbrauerei hat glücklicherweise eine Leergutreserve von etwa 20.000 Kisten für den Sommer, aber auch hier gibt es Grenzen. Die Notwendigkeit, die Abfüllmengen genau zu steuern, führt dazu, dass häufige Sortenwechsel nötig sind. Das bedeutet nicht nur einen Effizienzverlust, sondern auch, dass die Verbraucher aktiv zur Problematik beitragen, indem sie leere Kisten nicht rechtzeitig zurückbringen. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das: Wenn 1000 Haushalte nur vier Kisten nicht zurückbringen, fehlen gleich mal 4000 Kisten für die Abfüllung! Das ist doch ein ganz schöner Batzen, oder?
Die Wichtigkeit funktionierender Mehrwegsysteme ist für die Getränkebranche unabdingbar. In Deutschland werden Mehrweg-Glasflaschen im Durchschnitt rund 50-mal wiederbefüllt. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch nachhaltig. Der Pfandwert von 3,10 Euro für eine Getränkekiste, deren Herstellungskosten bei etwa 12 Euro liegen, scheint nicht viel, aber die Diskussion über eine mögliche Erhöhung der Pfandbeträge zur Beschleunigung der Rückgabe ist bereits im Gange. Vielleicht könnte das helfen, die Verbraucher zu motivieren, ihr Leergut beim nächsten Einkauf zurückzubringen.
Ein Blick auf die Radbrauerei
In der Zwischenzeit berichtet Georg Bucher, Geschäftsführer der Radbrauerei, von einer entspannteren Situation. Bei ihm ist genug Leergut vorhanden, was zeigt, dass die saisonalen Schwankungen im Leergut ganz normal sind, besonders im Sommer. Das bringt uns zurück zu der Frage, wie wichtig es ist, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen. Ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man auch durch kleine Handlungen helfen kann, nicht wahr?
Die Situation ist also eine spannende, die uns allen am Herzen liegen sollte. Schließlich trinken wir alle gerne ein kühles Bier oder ein erfrischendes Wasser an einem heißen Sommertag. Und wenn wir alle ein bisschen mehr darauf achten, unser Leergut zurückzubringen, kann vielleicht auch die nächste Grillparty ganz ohne leere Kisten gefeiert werden. Prost!
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