Heute ist der 5.05.2026, und in Garmisch-Partenkirchen geht es um mehr als nur die atemberaubende Natur. Christian Neureuther, der 77-jährige Skiheld und gebürtige Garmischer, nimmt uns mit auf eine nostalgische Reise durch seine Heimat, die er wie kein anderer kennt. Rund um die wunderschönen Berge und Täler hat er nicht nur seine Kindheit verbracht, sondern auch unzählige Erinnerungen gesammelt, die tief in seinem Herzen verankert sind.

Am Tag des Lokaljournalismus zeigt Neureuther uns bedeutende Orte, die eine besondere Rolle in seinem Leben gespielt haben. Sein erstes Zuhause war ein Haus, das sein Großvater erbauen ließ – ein Ort, der für ihn mehr als nur vier Wände bedeutet. „Heimat ist für mich Geborgenheit und Sicherheit“, betont er und blickt lächelnd auf seine zwei Kinder und fünf Enkel, die er in der Natur und den Bergen erzieht. Es ist offensichtlich, dass die Liebe zur Heimat auch in der nächsten Generation weiterlebt.

Erinnerungen an die Schulzeit

Eines der Highlights seiner Tour ist der Besuch des Werdenfels-Gymnasiums. Hier hat Neureuther seine Schulzeit verbracht – und ja, er musste die neunte Klasse wiederholen, aber das nimmt er mit Humor. „Die Erinnerungen sind schön, auch wenn sie nicht perfekt waren“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Diese Schule hat ihn geprägt, und die Anekdoten aus seinen Jugendjahren scheinen lebendig zu werden, während er durch die Flure schlendert.

Besonders berührt ist Neureuther von der Wallfahrtskirche St. Anton, wo er 1980 seine Frau Rosi Mittermaier geheiratet hat. Umgeben von 20.000 Fans, war das ein einzigartiger Moment – die Herausforderung, die Blumen vor den begeisterten Anhängern zu schützen, gehört zu den vielen Geschichten, die er mit einem Schmunzeln erzählt. „Rosi ist mein größtes Glück“, sagt er voller Stolz, und man merkt ihm die Liebe und Dankbarkeit an, die er für sein Leben mit ihr empfindet. Hier ließ er auch seine Kinder taufen, eine Tradition, die ihm sehr am Herzen liegt.

Die Bedeutung der Natur

Die Berge, die Wälder und die unberührte Natur – sie sind für Neureuther eine Lebensschule. Die ersten Skiversuche, die er als Kind unternommen hat, sind unvergesslich. „Ich habe so viel Zeit draußen verbracht, das war einfach das Beste!“, schwärmt er. Diese Erlebnisse möchte er auch seinen Enkeln vermitteln. Er setzt sich dafür ein, dass Kinder Zugang zu Sportstätten haben, damit sie die Freude am Wintersport entdecken können – und das mit vollem Herzen.

Neureuther ist nicht nur ein leidenschaftlicher Sportler, sondern auch ein aktives Mitglied der Gemeinschaft. Er engagiert sich für das Museum Werdenfels und hat dort einige seiner Kunstwerke gespendet. „Es ist wichtig, das Erbe unserer Heimat zu bewahren“, sagt er nachdenklich. Dabei liest er täglich die lokale Zeitung, schneidet Artikel über sportliche Leistungen von Kindern aus und hebt das Engagement der Ehrenamtlichen hervor. „Das sind die wahren Helden unserer Zeit“, meint er und blickt stolz auf das, was in Garmisch-Partenkirchen geleistet wird.

Die Erinnerungen, die Neureuther teilt, sind nicht nur nostalgisch, sondern auch eine liebevolle Hommage an seine Heimat. Die Natur, die Menschen und die Traditionen sind für ihn untrennbar miteinander verbunden. Und während wir ihm zuhören, wird klar, dass Garmisch-Partenkirchen nicht nur ein Ort auf der Landkarte ist, sondern ein Stück seiner Seele.