Heute ist der 26.06.2026, die Sonne brennt mit über 30 Grad auf das schöne Garmisch-Partenkirchen herab. Ein perfekter Tag, um die Jugend in einem Beruflichen Schulzentrum zusammenzubringen. Ilse Aigner, die Landtagspräsidentin, hat sich auf den Weg gemacht, um mit den Schülern über Demokratie und soziale Medien zu plaudern. In einem knallgelben T-Shirt und einem luftigen Sommerrock strahlt sie förmlich – und, ganz ehrlich, das ist genau das, was man bei diesem Wetter braucht!

Etwa 70 Zuhörer sind anwesend, als die Schulleiterin, Sabine Lohmüller, Aigner herzlich begrüßt und die Bedeutung der Berufsschulen hervorhebt. Ein gutes Forum, um junge Leute zu erreichen und sie in wichtige gesellschaftliche Themen einzubeziehen. Die Schüler sind neugierig, stellen Fragen, und unter anderem fragt einer von ihnen nach der Wehrpflicht. Aigner bekennt sich als „großer Fan“ eines Pflichtjahres für junge Menschen und informiert die Anwesenden, dass Wehrpflichtige nicht sofort in Auslandseinsätze geschickt werden. Das sorgt für ein bisschen Aufregung im Publikum.

Ein Aufruf zur Verantwortung

Ein zentrales Thema des Gesprächs sind soziale Medien. Aigner appelliert an die Schüler, verantwortungsvoll mit diesen Plattformen umzugehen und Informationen kritisch zu hinterfragen. „Es ist wichtig, dass ihr wisst, was ihr teilt,“ sagt sie mit Nachdruck. Das Thema liegt ihr am Herzen, und man merkt, dass sie die junge Generation ermutigen möchte, aktiv und kritisch zu sein. „Die Demokratie in Deutschland steht nicht schlecht da“, betont sie, „im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.“

Hier kommt das Beispiel Alexej Nawalny ins Spiel, der verstorbene russische Oppositionspolitiker, dessen Schicksal die Schüler offensichtlich berührt. Nawalny, geboren 1976, war nicht nur ein mutiger Kritiker des Putin-Systems, sondern auch eine Symbolfigur im Kampf um Demokratie und Menschenrechte in Russland. Im Jahr 2011 war er einer der Anführer der Proteste in Moskau, die sich gegen Wahlfälschungen richteten. Seine politischen Aktivitäten, insbesondere die Aufdeckung von Korruption, machten ihn zum Feind der Obrigkeit und führten zu seiner Verhaftung. Trotz aller Repressalien blieb er ungebrochen und vertrat seine Überzeugungen bis zu seinem Tod vor zwei Jahren im russischen Strafvollzugssystem.

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Die Erwartungen der Jugend

Während Aigner über Nawalny spricht, spürt man, wie die Schüler aufmerksam zuhören. Sie zeigen großes Interesse und übergeben der Landtagspräsidentin Zettel mit ihren Erwartungen an die Demokratie, darunter Chancengleichheit und freie Meinungsäußerung. Es ist eine Art von Aufbruch, die in diesen kleinen Momenten spürbar wird. „Eure Stimme zählt“, sagt Aigner und macht klar, dass gerade die Jugend die Zukunft der Demokratie in der eigenen Hand hält.

Obwohl die Hitze drückt und die Zeit voranschreitet, bleibt die Atmosphäre lebhaft und engagiert. Die Schüler stellen Fragen, diskutieren leidenschaftlich und bringen ihre Sorgen und Hoffnungen zum Ausdruck. Aigner ist sichtlich beeindruckt von der Informationsbereitschaft und dem Interesse der jungen Menschen vor ihr. Sie wissen, dass die Welt nicht nur aus Facebook und Instagram besteht, sondern dass soziale Verantwortung und kritisches Denken gefragt sind. Ein inspirierender Aufruf, den sie heute von einer einflussreichen Politikerin erhalten haben – und das in einem Beruflichen Schulzentrum in Garmisch-Partenkirchen.

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