Bayerische Regionalzüge: Pünktlichkeit 2025 weiter im Sinkflug!
Im bayerischen Regionalzugverkehr wird es 2025 noch ungemütlicher für Pendler und Reisende. Die Pünktlichkeit ist auf alarmierende 84,9 % gesunken, was einen Rückgang im Vergleich zu den 85,3 % des Vorjahres bedeutet. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Analyse von T-Online, die die Unzufriedenheit in der Branche verdeutlicht. Laut Definition sind Züge pünktlich, wenn sie weniger als sechs Minuten Verspätung haben. Doch nicht nur die Pünktlichkeit beunruhigt, auch die Ausfallquote hat sich nur leicht verbessert. Diese lag 2025 bei 6,9 %, nachdem sie 2024 noch bei 8,1 % lag.
Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ist über die anhaltenden Probleme im Nahverkehr alles andere als glücklich. Die Ursache für die Verspätungen ist der marode Zustand der Bahninfrastruktur. Es gibt rund 100 Langsamfahrstellen aufgrund von Mängeln, die den Fahrplan erheblich beeinträchtigen. Vor allem die hohe Anzahl an Baustellen, bedingt durch das Bauvolumen von DB InfraGO, sorgt für zusätzliche Zugausfälle. Dies bemängelt auch Bärbel Fuchs, die Geschäftsführerin der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). Sie fordert ein besseres Baustellenmanagement, damit die Fahrgäste weniger betroffen sind.
Pünktlichkeit im Vergleich
Dennoch gibt es auch Lichtblicke im bayerischen Schienenverkehr. So behauptet sich die Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen als die pünktlichste Eisenbahn in Bayern mit bemerkenswerten 98,6 % Pünktlichkeit. Ein kleiner Trost unter den schwierigen Bedingungen der Regionalzüge, die kontinuierlich mit Verspätungen kämpfen müssen.
Maßnahmen zur Verbesserung
Um die Situation zu verbessern und die Pünktlichkeit auf ein akzeptables Niveau zu heben, hat die Deutsche Bahn das Programm SB² – Bauen im Takt initiiert. Ziel dieses Programms ist es, die Baubetroffenheit von Zügen bis zum Jahr 2027 um 30 % im Vergleich zu 2023 zu reduzieren. Hierbei wurden bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, wie unter anderem die Einführung von Sperrzeiten-Containern für standardisierte Baustellenzeiten. Diese Vorgehen wird auch von Deutsche Bahn als vielversprechend angesehen.
Derzeit läuft ein intensives Programm zur Instandhaltung, das seit Juni 2024 aktiv umgesetzt wird und darauf abzielt, mehr als 80 % der Instandhaltungsarbeiten auf taktkonforme Weise durchzuführen. Im ersten Halbjahr 2025 konnte diese Zahl auf 85 % gesteigert werden. Um den Belegungsgrad stabil zu halten, hoffen die Verantwortlichen, dass die angepasste Container-Taktung im zweiten Halbjahr 2025 die Effizienz weiter erhöht.
Mit diesen Maßnahmen erhoffen sich die Entscheidungsträger eine Besserung der Situation im bayerischen Schienenverkehr bis Ende 2025. Die voraussichtliche Prognose besagt, dass die Baubetroffenheit für den Zugverkehr um 15 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen könnte.
Es bleibt abzuwarten, ob diese Anstrengungen die erhoffte Wirkung zeigen und ob Pendler in Bayern bald wieder entspannter zur Arbeit kommen können. Bis dahin heißt es weiterhin: Geduld haben und die Züge im Auge behalten.


