Es war ein denkwürdiger Tag für die Stadt Freising, als der scheidende Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher am 1. Mai 2026 nach 14 Jahren im Amt verabschiedet wurde. Die Veranstaltung fand im festlichen Asamsaal statt, wo über 300 Gäste zusammenkamen, um Eschenbachers beeindruckende Karriere zu würdigen. Diese besondere Zeremonie wurde von niemand Geringerem als Kardinal Reinhard Marx, der erstmals an einer Bürgermeisterverabschiedung teilnahm, begleitet. Am Ende der Feier erhielt Eschenbacher stehende Ovationen und einen Zapfenstreich, dirigiert von Jürgen Wüst.
Die Abschiedsworte kamen von zahlreichen Weggefährten. Bürgermeisterin Eva Bönig von den Grünen hob Eschenbachers politische Anfänge in der Jungen Union im Jahr 2002 hervor und lobte seine Erfolge, die er während seiner Amtszeit errungen hat. Landrat Helmut Petz erkannte nicht nur Eschenbachers politisches Talent an, sondern auch seinen wertschätzenden Umgang mit den Menschen. CSU-Kreisvorsitzender Florian Herrmann sorgte mit einer unterhaltsamen Rede für Heiterkeit und respektierte Eschenbachers Entscheidung, keine weitere Amtszeit anzutreten, um mehr Zeit für seine Familie zu gewinnen.
Sein Erbe in Freising
Unter Eschenbachers Führung erlebte Freising zahlreiche Veränderungen. Die Sanierung des Asamgebäudes und die Umwandlung in ein Bürger- und Kulturzentrum, die bis zur Fertigstellung 2024 geplant ist, stellten dabei nur einige seiner bedeutendsten Projekte dar. Aber auch der Bau der Westtangente, eines neuen Freizeit- und Erlebnisbades mit dem Namen „Fresch“, sowie die Schaffung von drei neuen Schulen und die Neugestaltung der Innenstadt fielen in seine Amtszeit. Die Bürger fühlten sich mit ihm verbunden, was nicht nur von den lobenden Worten von Landrat Petz, sondern auch von anderen Gästen bestätigt wurde.
Eschenbacher äußerte sich emotional und zeigte sich dankbar für die Unterstützung seiner Mitstreiter, wobei er ohne Skript sprach. Während des Zapfenstreichs sorgte die Stadtkapelle mit „Happy“ von Pharrell Williams für eine stimmungsvolle Atmosphäre, was die Verbundenheit zur Stadt unterstrich und dem Abschied einen festlichen Abschluss gab.
Ein neuer Anfang
Künftig wird Tobias Eschenbacher für die Cima tätig sein und sich vor allem um seine beiden Söhne, Mattheo und Jonathan, kümmern. Sein Verzicht auf eine erneute Kandidatur vor den Kommunalwahlen im März war der Entscheidung geschuldet, mehr Zeit für die Familie zu haben. Mit einem glücklichen Lächeln betonte er den Wunsch, einige Menschen bald wiederzusehen und ihre Zusammenarbeit fortzusetzen.
Eschenbacher hinterlässt ein großes Erbe und wird von vielen als beliebter und tatkräftiger Oberbürgermeister in Erinnerung bleiben. Inmitten dieser Personalwechsel rückt ein anderer Name ins Licht: Am selben Tag wurde Dominik Krause als neuer Oberbürgermeister von München vereidigt. Krause, der vorherige Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, machte bei der letzten Wahl einen bemerkenswerten Auftritt und trat sein Amt am 1. Mai 2026 an, ebenfalls ein bedeutsames Datum in der bayerischen Kommunalpolitik.
So zeigt sich, dass nicht nur in Freising, sondern auch in München der Wandel an der Spitze der Kommunalpolitik spürbar ist – mit frischem Wind und neuen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Beide Oberbürgermeister stehen für eine fortschrittliche Politik, die den Bürgern zugutekommt und gerade in diesen lebhaften Zeiten eine notwendige Kontinuität verspricht.
Für weitere Informationen über Eschenbachers Verabschiedung lesen Sie hier: Merkur oder Süddeutsche. Mehr zu Dominik Krause finden Sie auf Wikipedia.