Am Dienstag, den 2. Dezember, hat die Stadt Fürstenfeldbruck die spannende Möglichkeit, ein Stück aus dem renommierten Burgtheater Wien zu erleben. Es wird die packende Inszenierung „Ellen Babić“ präsentiert, ein Psycho-Thriller von Marius von Mayenburg, der bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der Kleistförderpreis für junge Dramatiker und der Preis der Frankfurter Autorenstiftung für sein Werk „Fireface“.

Die Regie übernimmt der erfahrene Thomas Jonigk, der mit einem tiefen Gespür für psychologische Komplexität bekannt ist. Die Handlung dreht sich um die Lehrerin Astrid, die mit ihrer ehemaligen Schülerin Klara zusammenlebt. Eine überraschende Begegnung mit dem Schulrektor Wolfram entfaltet sich. Dieser Vorfall hat seine Wurzeln in einem tragischen Ereignis auf einer Klassenfahrt, bei dem die Schülerin Ellen Babić in einen Skandal verwickelt war – ein Vorfall, der in der Beziehung zwischen Astrid und Klara bis heute nachhallt. Was zunächst harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem erpresserischen Konflikt, in dem sich Fragen von Wahrheit und Lüge, Recht und Unrecht vermischen.

Das Stück und seine Darsteller

„Ellen Babić“ konfrontiert die Zuschauer mit der emotionalen Belastung, die Missbrauchsverdacht und zwischenmenschliche Konflikte mit sich bringen. Die Darsteller Dörte Lyssewski, Maresi Riegner und Jörg Ratjen werden das Publikum auf eine Reise durch komplexe Charaktere und deren düstere Hintergründe mitnehmen. Zu Beginn der Vorstellung um 20 Uhr wird es zudem ein Publikumsgespräch mit Regisseur Thomas Jonigk geben, das die Gelegenheit bietet, noch tiefer in die Thematik einzutauchen.

Die Aufführung findet im Veranstaltungsforum Fürstenfeld statt. Es erwartet die Zuschauer nicht nur ein hautnaher Einblick in die spannende Handlung, sondern auch die Möglichkeit, direkt von einem der kreativen Köpfe des Stücks zu lernen. Wer sich für die Thematik und die kunstvollen Darbietungen interessiert, sollte sich die Tickets im Vorverkauf über fuerstenfeld.reservix.de sichern.

Marius von Mayenburg – Ein Meister der Dramaturgie

Marius von Mayenburg, geboren am 21. Februar 1972 in München, hat sich seit seiner Studienzeit an der Hochschule der Künste in Berlin einen Namen als Dramatiker und Dramaturg gemacht. Seine Stücke, wie „Martyr“, thematisieren oft komplexe gesellschaftliche und psychologische Fragestellungen und finden in Theaterkreisen großen Anklang. „Martyr“, eine kritische Auseinandersetzung mit religiösen extremen Einflüssen auf Jugendliche, wurde international aufgeführt und zeigt die Bandbreite seines Schaffens und seine Fähigkeit, aktuelle Themen auf die Bühne zu bringen.

Der Abend am 2. Dezember verspricht also nicht nur spannende Unterhaltung, sondern auch tiefgründige Gespräche über Themen, die uns alle betreffen. Lassen Sie sich diesen eindrucksvollen Psycho-Thriller nicht entgehen!