In Fürstenfeldbruck gibt es ab dem 20. Juli etwas ganz Besonderes zu entdecken: die Wanderausstellung „Licht ins Moor“ im Stadtlabor an der Pucher Straße 6a. Bis zum 11. September wird hier täglich von 11 bis 19 Uhr die faszinierende Welt der Moore beleuchtet. Ja, richtig gehört – Moore! Diese oft unterschätzten Lebensräume haben eine immense Bedeutung für unseren Wasserhaushalt, die Artenvielfalt und den Klimaschutz. Wer hätte gedacht, dass ein scheinbar nasses Stück Erde so viel mehr ist als nur ein Matschplatz?

Die Ausstellung gibt nicht nur Einblicke in die regionalen Moorflächen wie das Ampermoos, Haspelmoor und Fußbergmoos, sondern spricht auch die Herausforderungen an. Viele dieser Moorböden sind überbaut oder landwirtschaftlich genutzt – ein echtes Dilemma! Tilo Scholze, der Klimaschutzberater für Moore, bietet kostenlose Führungen an, und das von 22. Juli bis 26. August immer mittwochs von 16 bis 17 Uhr. Anmelden muss man sich dafür nicht, aber Gruppenführungen sind auf Anfrage möglich. Also, packt die Freunde ein und geht gemeinsam auf Entdeckungstour! Bei Fragen kann man Tilo auch direkt kontaktieren – seine Nummer ist 08141 3223-1254. Seine E-Mail-Adresse ist tilo.scholze@aelf-ff.bayern.de – einfach mal nachfragen!

Die Bedeutung von Mooren

Wusstet ihr, dass Moore in Bayern sich über die letzten 10.000 Jahre hinweg fast ungestört entwickelt haben? Sie zählen zu den wertvollsten Lebensräumen und sind ein Rückzugsort für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Moore sind wie die stillen Helden unserer Umwelt: Sie regulieren den Wasserhaushalt und speichern große Mengen Kohlenstoff im Torf. Aber was ist passiert? In den letzten 100 bis 200 Jahren wurden viele Moore entwässert, was nicht nur ihre Funktionen stört, sondern auch zur Freisetzung von CO2 führt. Ein echter Teufelskreis!

Im Rahmen des Bayerischen Klimaschutzprogramms 2050 wird daran gearbeitet, die Moore wieder zu vernässen. Und die Ausstellung „Unsere Moore – vielfältig, faszinierend, unverzichtbar“ geht genau auf diese Themen ein. Hier gibt es nicht nur interessante Informationen, sondern auch tolles Begleitmaterial für Schulen – von Ausmalbildern bis hin zu Bastelanleitungen. Die Ausstellung selbst besteht aus 9 Rollbannern und 2 Broschürenständern, die in stabilen Tragetaschen verpackt sind. Ausleihen kann man das Ganze sogar kostenlos, und der Transport ist mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. So wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch greifbar gemacht!

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Ein Aufruf zur Teilnahme

Die Ausstellung thematisiert die brisante Verbindung zwischen Klimaschutz, Landwirtschaft und regionaler Landnutzung. Eine Diskussion, die aktueller nicht sein könnte. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen – sei es durch den Besuch der Ausstellung oder durch das Bewusstsein für den eigenen Umgang mit der Natur. Wer also am 20. Juli in die Welt der Moore eintauchen möchte, hat dazu die perfekte Gelegenheit. Sicherlich wird der ein oder andere überrascht sein, wie vielschichtig und wichtig diese nassen Wunderwerke sind!

Lasst uns gemeinsam Licht ins Moor bringen und für die Rettung dieser wertvollen Lebensräume kämpfen. Wer weiß, vielleicht entwickelt sich aus einem Besuch ja sogar ein neues Hobby oder eine Leidenschaft für den Naturschutz. Auf jeden Fall kann man viel lernen und hat die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten.

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