In Fürstenfeldbruck gibt es derzeit keine Altersteilzeit für Beamte und Angestellte der Stadt. Dies hat der Ausschuss entschieden, nachdem das Modell unerwartet aus dem Tarifvertrag für ältere Beschäftigte entfernt wurde. Bis 2023 war Altersteilzeit ein fester Bestandteil des Tarifvertrags, jedoch nutzen bis zu 2,5 Prozent der Beschäftigten – etwa 10 bis 12 Personen – diese Möglichkeit zur Verkürzung ihrer Dienstzeit. Laut Merku besteht großes Interesse an dieser Regelung, da besonders ältere Arbeitnehmer eine Balance zwischen Beruf und Privatleben suchen und körperlich anstrengende Tätigkeiten oftmals eine Herausforderung darstellen.

Rund ein Drittel der Beschäftigten in Fürstenfeldbruck hätte grundsätzlich Anspruch auf Altersteilzeit. Der Personalrat setzt sich für die Gewährung dieser Regelung ein, um erfahrene Mitarbeitende im Dienst zu halten und einen harmonischen Übergang in den Ruhestand zu ermöglichen. Dies würde nicht nur den Mitarbeitern zugutekommen, sondern auch den Druck von den übrigen Angestellten nehmen. Philipp Heimerl von der SPD hatte beantragt, Altersteilzeit freiwillig anzubieten, jedoch wurde sein Antrag abgelehnt. Sorgen um offene Stellen in der Verwaltung wurden von Georg Stockinger (FW) geäußert, während Karin Geißler (BBV) anmerkte, dass nur vier bis fünf Personen pro Jahr von der Altersteilzeit profitieren könnten.

Ein bunter Arbeitsmarkt

Süddeutschen stabil und robust. 2023 war ein Jahr voller Herausforderungen, was sich auch in der Zuwanderung und dem Arbeitskräftemangel widerspiegelt. Die demografische Entwicklung führt dazu, dass jährlich immer mehr Menschen in Rente gehen, was die Anzahl der verfügbaren Arbeitskräfte weiter verringert.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember um 166 Personen und liegt nun bei 3729. Dies sind 210 mehr als im Vorjahr, was eine Arbeitslosenquote von 3 % ergibt. Trotz dieser Zunahme ist das Risiko, arbeitslos zu werden, in der Region trotz aller Krisen als gering einzustufen. Aktuell sind 1738 freie Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, was zeigt, dass die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern weiterhin hoch ist, auch wenn sie sich in den letzten Monaten etwas abgeschwächt hat.