Die politische Landschaft in Germering könnte sich bald grundlegend verändern. Am 25. November 2025 hat die Partei Die Linke Yulia Nikishina als Oberbürgermeisterkandidatin nominiert. Mit ihren 26 Jahren ist die ambitionierte Physikstudentin, die in einer Inklusions-WG lebt und in der Museumsvermittlung arbeitet, nicht nur die jüngste Kandidatin im Rennen, sondern auch eine, die frischen Wind in die Stadtpolitik bringen will. Ihr Wahlkampf startet im März 2026, wo sie gegen prominente Konkurrenten wie Johannes Kirmair von der CSU, Sophie Schuhmacher von den Grünen, Daniel Liebetruth von der SPD und Micha Pfisterer von der ÖDP/Parteifreie antreten wird. Amtsinhaber Andreas Haas von der CSU hat angekündigt, nicht zur Wiederwahl anzutreten.
Yulia Nikishina hat bereits klare Schwerpunkte für ihren Wahlkampf gesetzt. In ihrer Ansprache stellte sie drei zentrale Themen vor: Erstens die Ausweitung der Bürgersprechstunden, um die Bürgerbeteiligung zu stärken. Zweitens setzt sie sich für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt ein, ein Anliegen, das angesichts des Anstiegs der Mieten um etwa 17% in den letzten zehn Jahren dringender denn je ist. Schließlich will sie die Angebote für junge Menschen in Germering ausbauen, was der lokalen Jugend zugutekommen und sie stärker in die Gesellschaft integrieren könnte. Diese Initiative passt zu den Forderungen ihrer Partei, wie sie auf den kommunalpolitischen Richtlinien erläutert werden, etwa dem Einsatz für einen kommunalen Mietpreisdeckel und den Ausbau von Sozialwohnungen.
Kandidatenliste und Neustart der Linken
Die Linke hat sich nach einem turbulenten letzten Wahlzyklus neu aufgestellt. Bei der Kommunalwahl 2020 trat die Partei nur mit einer neunköpfigen Liste an und verlor ihr Mandat, als die einzige Rechtsvertretung, Stefanie Lehenmeier, zur SPD übertrat. Doch die neu ernannte Kandidatin Nikishina und ihr Team, das nun aus 13 Personen besteht, zeigen, dass die Partei motiviert in den Wahlkampf geht. Stimmen Sie für die Stadtratswahl 2026 ab, führt die Liste die frisch nominierte Nikishina an, gefolgt von Paul Eringer, Nox Kircher und weiteren Kandidatinnen und Kandidaten. Die Liste spiegelt den Wunsch nach mehr Bürgernähe und Diversität in der Stadtverwaltung wider.
- Yulia Nikishina
- Paul Eringer
- Nox Kircher
- Luca Spano
- Daniela Fiegel
- Henri Menzel
- Lucia Fiegel
- Philipp Zimmermann
- Selina Schön
- Jonas Geiße
- Angelika Kluge
- Mert Arslanpencesi
- Ulrich Seibert
Die neu formierte Kandidatenliste verdeutlicht das Bestreben der Linken, einen Neustart in Germering zu wagen und wieder eine Stimme im Stadtrat zu etablieren. Ulrich Seibert, der bereits nach fünf Jahren Rückkehr in den Stadtrat jointe, kündigte an, ebenfalls Bürgersprechstunden einzurichten und sich für barrierefreie Wege sowie bezahlbares Wohnen zu engagieren.
Die Themenschwerpunkte der Linken
Die Linke in Bayern hat sich große Ziele gesetzt. Während Nikishina ihren Fokus auf lokale Anliegen legt, verfolgt ihre Partei übergreifende Forderungen wie etwa die Stärkung kommunaler Wohnungsbaugesellschaften, um 50% der neuen Wohnungen als Sozialwohnungen bereitzustellen. Solche Maßnahmen stehen im Einklang mit Nikishinas Vision für Germering, in der kein Platz für überteuerten Wohnraum und soziale Ungleichheit sein soll.
Die anstehende Kommunalwahl bietet der jungen Kandidatin und ihrer Partei die Möglichkeit, endlich Gehör zu finden und die Stadt nach ihren Vorstellungen mitzugestalten. Die Diskussionen um soziale Gerechtigkeit, bezahlbaren Wohnraum und die Integration junger Menschen in die Gemeinschaft sind Schlagworte, die in den kommenden Monaten im Wahlkampf immer wieder aufkommen werden. Germering steht vor einer spannenden Wahl – und Yulia Nikishina könnte mit frischem Wind einiges bewegen.