Was tut sich derzeit im Bereich Radverkehr in Fürstenfeldbruck? Die Stadt hat seit Oktober 2025 einen engagierten Zugang zur Förderung nachhaltiger Mobilität gefunden. Elisa Straubinger, die neue Radverkehrsbeauftragte, bringt frischen Wind in die Sache. Die 29-Jährige, die aus dem Allgäu stammt und täglich von München zur Arbeit pendelt, hat sich ganz der Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur verschrieben. „Ich möchte den Radverkehr in Fürstenfeldbruck sicherer, inklusiver und einfacher gestalten“, so Straubinger. Statistiken zufolge ist Radfahren nicht nur umweltfreundlich, sondern auch gesund. Um diese nachhaltige Mobilität zu fördern, ist in der Stadt einiges geplant, darunter die Umgestaltung des Fahrradkellers am Bahnhof Buchenau und die Eröffnung von Mobilitätsstationen.
Der Radverkehr als Schlüssel zur Luftreinhaltung
Wie das Umweltbundesamt berichtet, sind Radfahren und Fußverkehr die klimaschonendsten Fortbewegungsarten, und sie tragen dazu bei, Treibhausgase enorm zu reduzieren. Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz zum Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2030 um 65 % im Vergleich zu 1990 zu senken. Der Verkehr war 2023 für über 22 % der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Mehr als 40 % der Autofahrten sind kürzer als 5 km – eine perfekte Distanz für das Rad! Wenn man bedenkt, dass eine Person, die täglich 5 km mit dem Rad zur Arbeit fährt, jährlich etwa 365 kg CO2-Emissionen einsparen kann, wird die Bedeutung einer verbesserten Radfahrinfrastruktur greifbar.
Straubinger, die auch ein Masterstudium in Urban Studies in Malmö absolviert, erkennt dringenden Handlungsbedarf: „Wir brauchen vorgezogene Haltelinien, sichtbare Rotmarkierungen und ein vernetztes Radwegenetz.“ Das ist ein Ansatz, der nicht nur Radfahrer:innen zusichert, sondern auch Fußgänger:innen entgegenkommt. Außerdem sind die Hygienevorgaben in Bezug auf Luftschadstoffe und Lärm nicht zu vernachlässigen. Der Straßenverkehr ist einer der Hauptverursacher von Luftverschmutzung, und durch Verkehrsverlagerung vom motorisierten Individualverkehr hin zum Radverkehr können diese Schadstoffe deutlich verringert werden.
Neue Perspektiven und innovative Ansätze
Was bedeutet das für Fürstenfeldbruck? Straubinger ist überzeugt, dass man durch innovative Ansätze nicht nur die Sicherheit der Radfahrenden erhöhen kann, sondern auch den gesamten urbanen Raum lebenswerter macht. Denn mehr Radverkehr bedeutet weniger Lärm und bessere Luftqualität – Aspekte, die nicht nur die Umwelt, sondern auch die Lebensqualität der Bürger:innen aufwerten.
Abschließend bleibt festzuhalten: Fürstenfeldbruck positioniert sich als Vorreiter in der regionalen Radverkehrsplanung. Mit der Initiative von Elisa Straubinger und der Unterstützung durch landesweiten Mobilitätsstrategien ist die Stadt bestens gerüstet, um nachhaltige Mobilität voranzutreiben. Und das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung!